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Der OGBL kritisiert den neuen Stundenplan für die Grundschule. Es wurde nicht mit dem Betroffenen gesprochen. Die Gewerkschaft befürchtet auch Mehrausgaben bei den Betreuungsstrukturen.

Im Zuge der Ankündigung eines neuen Stundenplans in der Grundschule durch Unterrichtsminister Claude
Meisch weist das Syndikat Gesundheit und Sozialwesen des OGBL darauf hin, dass die Reform Konsequenzen für die außerschulischen Betreuungsstrukturen (Maison relais, Foyers de Jour, usw.) haben wird. Wenn die Schulkinder täglich länger in der Schule bleiben, und diese somit eine Betreuungsfunktion übernehmen muss, habe dies Änderungen in der Organisation und der Personaldotation der außerschulischen Betreuungsstrukturen zur Folge, so die Gewerkschaft.

Wie bereits bei der geplanten gratis zweisprachigen Betreuung der Kinder bis 3 Jahre, fehle es auch hier an einem klaren Konzept, moniert der OGBL, der die Regierung bezichtigt über diesen Weg Personalkosten in den Betreuungsstrukturen einsparen zu wollen. Denn laut OGBL gibt es im Zukunftspaket der Regierung eine Sparmaßnahme die ein Herabsetzen der Qualifikationen im sozioedukativen Bereich vorsieht.

Kein Dialog

Das Syndikat Gesundheit und Sozialwesen bemängelt weiter, dass bei dieser Maßnahme erneut nicht mit den Beschäftigten im Sozialsektor gesprochen wurde. Die Gewerkschaft fordert deshalb eine Unterredung mit Minister Meisch, um über den neuen Stundenplan zu diskutieren. Die Gewerkschaft lehnt auf jeden Fall jegliche Personaleinsparung im sozialen Bereich ab.

Der von Unterrichtsminister Claude Meisch (DP) am 17. November vorgestellte Stundenplan für die Grundschule sieht vor, dass der Unterricht jeden Tag um acht Uhr beginnt. Die Dauer einer Schulstunde wird auf 55 Minuten reduziert. Die Grundschullehrer sollen in Zukunft aber mehr Zeit mit ihren Schülern verbringen. Allen Schülern soll Stützunterricht gewährt werden. Sie müssen zwei dann Stunden länger in der Schule bleiben.