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Die Vogelgrippe im Visier

Die Vogelgrippe im Visier
(dpa-Symbolbild)

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Noch gibt es in Luxemburg keinen Fall der Vogelgrippe - damit das so bleibt, gelten strenge Vorschriften und verstärkte Kontrollen.

Eine neue Welle von Vogelgrippe breitet sich derzeit in Europa aus. Nach Fällen in Deutschland und den Niederlanden ist nun auch eine Geflügelfarm in England betroffen. Wie die Krankheitsfälle zusammenhängen, ist bislang unklar. Experten vermuten, dass möglicherweise Wildvögel den Erreger des Subtyps H5N8 verbreitet haben. Das H5N8 ist weniger aggressiv als das H5N1-Virus, das in Asien zu Todesfällen bei Menschen geführt hatte.

Die Behörden in Luxemburg sehen sich auf einen möglichen Vogelgrippe-Ausbruch gut vorbereitet. «Das nationale Veterinäramt kontrolliert regelmäßig die Geflügelhaltungen», so Dr Pierre Weicherding vom Gesundheitsamt. «Es gibt verschiedene Varianten dieser Krankheit. Im jetzigen Fall besteht kein Grund zur Panik, die aktuelle Form von Vogelgrippe die in England, den Niederlanden und in Deutschland wütet, stellt keine Gefahr für den Menschen dar. Außerdem wurde bisher keine Ansteckung von Menschen mit H5N8 beobachtet», erklärt Weicherding.

Tamiflu

Als 2005 das Thema Vogelgrippe und 2009 die Schweinsgrippe die Gemüter bewegten und es rund um den Globus Todesopfer zu beklagen gab, herrschte große Panik in Luxemburg. Im Jahr 2009 verfügte das Land über Vorräte des Grippemittels Tamiflu. Damit sollten im Notfall rund 20 Prozent der Bevölkerung versorgt werden. Ein Teil der Vorräte wurde 2009 auch tatsächlich verbraucht.

Der Nutzen von Tamiflu wurde Anfang des Jahres nach einer groß angelegten Studie in Frage gestellt. Der Nutzen von Tamiflu ist seit Jahren umstritten, auch weil viele Studiendaten der Hersteller nicht zugänglich waren.