Etwas richtig Neues gibt es in dieser Angelegenheit immer noch nicht, so das Fazit der Äußerungen der Bürgermeisterin von Monnerich, Christine Schweich, in der Sitzung des Gemeinderats am Freitag. Seit dem Erdrutsch vom 14. März 2014, der Monnerich zu einem gewissen Teil von der Außenwelt abschnitt und seither auf den Zufahrtsstraßen und im Innern der Ortschaft zu katastrophalen Staus sorgt, haben sechs Sitzungen des sogenannten Begleitkomitees stattgefunden, der die Situation einschätzen und konkrete Maßnahmen ausarbeiten soll.
An diesen Sitzungen, so Christine Schweich, hat die Umweltministerin Carole Dieschbourg nur ein einziges Mal teilgenommen, so dass nicht nur die Bürgermeisterin, sondern auch zahlreiche Räte sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass sich die Ministerin und die Regierung nicht um die Sorgen der Monnericher kümmern.
Wasser
Einiges wurde nichtsdestotrotz in die Wege geleitet und umgesetzt. Die Kanten wurden entschärft, das gestaute Wasser abgeleitet, so dass ein weiterer drohender Rutsch vermieden werden kann. Damit soll die Halde «winterfest» gemacht worden sein.
Über die wahren Ursachen des Abdriftens gehen, so Christine Schweich, die Meinungen der Fachleute auch weiterhin auseinander. Die Gemeinde Monnerich habe ihrerseits alles Mögliche unternommen, um die Bevölkerung zu informieren. Ganz im Gegensatz zu den staatlichen Stellen, die wenig Willen zur Transparenz an den Tag legen.
Skandal
Weil der gerutschte Boden aus technischen Gründen nicht abgetragen werden kann, will man eventuell Stahlträger tief im Untergrund verankern. An der Wirkung dieser Maßnahme zweifelte Servais Quintus («déi gréng»), der von der Präsenz eines unterirdischen Sees sprach, dem eigentlichen Auslöser des Erdrutsches. Genervt zeigte sich Jeannot Fürpass (CSV), laut dessen Meinung die staatlichen Behörden die Angelegenheit unnütz in die Länge ziehen.
Ein weiterer Skandal am Rande: die Firma Cloos, Betreiberin der Halde, die sich mit dem von ihr abgelegten Material während langen Jahren eine goldene Nase verdient hat, hat bekanntlich ihre eigenen Experten zur Untersuchung des Vorfalls eingesetzt und weigert sich beharrlich, unabhängige Prüfer auf den «Tipp» zu lassen.
Fragen
Angesichts der mangelnden Transparenz auf Regierungsniveau wagt Bürgermeisterin Christine Schweich in absehbarer Zeit keine Prognosen für den Weitergang der Baustelle. Fakt bleibt, dass die Verbindungsstraße zu Esch in allen Hinsichten von eminenter Wichtigkeit bleibt. Ob sie in drei oder fünf Jahren wieder hergestellt werden kann, scheint allerdings in den Sternen zu stehen.
Zu Demaart





















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