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In der Luft und am Boden…

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2014 war geprägt von Sozialkonflikten. So stand etwa der Streit bei den Fluggesellschaften Luxair und Cargolux im Rampenlicht des Interesses. Aber auch am Boden wurde gestreikt.

Obwohl Regierung und Gewerkschaften wieder miteinander reden und dabei in einer ersten Phase Positives betreffend den Bettel’schen Sparplan herauskam (der entschärft werden konnte) und auch mehrere Tripartite-Sitzungen, also Treffen der Regierung mit Patronat und Gewerkschaften, für 2015 vorgesehen sind, bedeutet dies nicht, dass an allen sozialen Fronten Ruhe eingekehrt wäre.

Einige Spannungen stechen dabei besonders hervor. War es vor einem Jahr noch der mittlerweile beigelegte Konflikt in der Stahlindustrie, so stand das ganze Jahr über der Streit bei den Fluggesellschaften Luxair und Cargolux im Rampenlicht des Interesses.

Fliegerei

Hier wird auch 2015 weiter gestritten, zumal da nach dem schwelenden Konflikt bei der Passagiergesellschaft Luxair nun auch die Cargolux-Direktion kurz vor Jahresende mit der Aufkündigung des Kollektivvertrages einen – in den Augen der Gewerkschaften – offensiven und unnötigen Akt vollzogen hat, der zu weiteren sozialen Unruhen bei dem Unternehmen führen werde.
Ein für die breite Bevölkerung eher undurchsichtiger Konflikt schwelt zurzeit in den Schulen des Landes.

Schule

Dieser gipfelte kurz vor Jahresende in dem Rückzug zahlreicher Lehrer aus den Examenskommissionen.
Hierbei geht es weniger um Lohn als um die allgemeinen Arbeitsbedingungen und die Ausrichtung der Reformen im Luxemburger Unterrichtswesen. Von deren Notwendigkeit sind quasi alle Partner der öffentlichen Schule überzeugt, nur das Wie spaltet weiter.

Erzieher

Auch die Erzieher sind mit ihrem aktuellen Vertrag nicht zufrieden und fordern seit langem die Anerkennung ihrer Ausbildung und eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

Handwerk

Im Handwerk gibt es gleich mehrere Streitigkeiten, die eher diskret verlaufen. Bis auf die Fliesenleger, die einen handfesten Konflikt mit ihren Arbeitgebern ausfechten (auch dieser wird uns noch 2015 beschäftigen), werden diese Auseinandersetzungen (bislang) ohne große Aktionen ausgetragen. So ist kaum bekannt, dass etwa die Schreiner über keinen Kollektivvertrag mehr verfügen.

Gesundheitswesen

Nur vorübergehend entschärft wurde der Tarifstreit der Angestellten der Krankenhäuser mit der Föderation. Der laufende Vertrag wurde bis Mitte 2015 verlängert: Ergebnisse beim Tarifstreit, der im vergangenen Jahr zu mehreren Aktionen führte, gab es noch keine.

Die Kernforderungen von Arbeitgebern und Personal liegen ergebnisoffen auf dem Verhandlungstisch. Schließlich bleibt ein „Uraltkonflikt“ aktuell: jener des Reinigungspersonals.

In dem Sektor sträuben sich die Unternehmen gegen die Anerkennung der Berufserfahrung und wollen mit Verweis auf internationale Konkurrenz nur das absolute Minimum an ihre Kräfte zahlen.
Weitere kleinere Konflikte sind in dieser Aufzählung ausgespart.