«Alle Bürger, die sich für ein Militärtraining interessieren, können sich ab März registrieren lassen», teilte Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak am Donnerstag mit. Die Zahl der Reservisten, die zu Übungen einbestellt werden, werde von 12.000 in diesem Jahr auf 38.000 im kommenden Jahr erhöht. Überdies werde im März auf einer Konferenz gemeinsam mit paramilitärischen Gruppen über eine Modernisierung der Reservestreitkräfte beraten.
Das polnische Militär hat schon vor Jahren eine umfassende Reform gestartet. 2008 wurde die Wehrpflicht aufgehoben und die Armee in eine Berufsarmee umgewandelt. Wegen der Ukraine-Krise werden die Reformanstrengungen weiter verstärkt.
«Die Chance für eine friedliche Lösung wird immer geringer», sagte Siemoniak. Das offene Ziel Russlands sei es, der Ukraine den Weg Richtung Europa zu versperren. «Wir haben sehr schwierige Monate und Jahre vor uns.» Dass Russland offen militärische Mittel einsetze, schaffe für Europa eine «langfristige Bedrohung», sagte der Minister.
Zu Demaart
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