Neu eingestellte Arbeiterinnen in der Fabrik wundern sich. Der Chef setzt sich in Anzug und Krawatte an die Nähmaschine und zeigt ihnen, wie das Leder zu führen oder wo die Naht zu setzen ist. Eigentlich hat sich Alberto Reyes schon aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, aber wenn es um die Boxhandschuhe seines Familienbetriebs geht, packt den 62-Jährigen immer wieder die Leidenschaft. «Begeisterung für das Produkt und ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern – das ist das Wichtigste, um das Geschäft voranzubringen», sagt er.
" class="infobox_img" />Reyes-Boxhandschuhe sind bei den Profis sehr beliebt. (dpa)
Seit über 70 Jahren stellt die Firma Cleto Reyes Boxhandschuhe her. Vor allem Profi-Boxer schwören auf die Handschuhe aus Mexiko-Stadt. Mike Tyson und Floyd Mayweather sind mit ihnen in den Ring gestiegen, Manny Pacquiao schwört auf sie, und selbst Box-Legende Muhammad Ali vertraute bei wichtigen Kämpfen auf die Handschuhe aus dem Familienbetrieb.
Muhammad Ali bestellte auch welche
Nach einer Niederlage gegen Leon Spinks bestellte Ali 1978 ein Paar Cleto Reyes. Allerdings hatte er bereits einen Sponsorenvertrag mit der Konkurrenzfirma «Everlast» unterzeichnet. Ali bestand für die Revanche aber darauf, mit Reyes zu boxen. Also klebte sein Trainer den Markennamen ab. «Während des Kampfs riss das Klebeband, und die ganze Welt konnte unseren Schriftzug sehen», erzählt Alberto Reyes. Muhammad Ali gewann gegen Spinks – es war der letzte Sieg seiner Profikarriere.
Albertos Vater Cleto begann 1938, Handschuhe für befreundete Boxer und Trainer zu nähen. Kurz zuvor hatte er selbst einen Amateur-Kampf bestritten. Nach fürchterlicher Prügel wollte er nie mehr in den Ring. «Aber seine Faszination für den Sport blieb.» Beim Kampf zwischen ??
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