Eine Abstimmung im EU-Parlament hat sich am Dienstag gegen Grenzüberschreitungen von Gigaliner innerhalb der EU ausgesprochen. In Luxemburg sind die "Mega-Trucks" verboten.
Oben ein normaler LKW. Unten ein Gigaliner. Sie sind mit 25,25 Metern knapp sieben Meter länger als bisher erlaubt. Sie wiegen bis zu 60 Tonnen. (dpa/Jens B)
Kritiker finden die Gigaliner verkehrspolitisch unsinnig und umweltpolitisch schädlich. Zum einen würden sie den Anreiz, dass Transporte von der Schiene zurück auf die Straße verlagert werden, schaffen. Dadurch erhöhe sich das Verkehrsaufkommen und in der Folge der Ausstoß von Abgasen. (dpa/Friso Gentsch)
Speditionen berichten bei Testfahrten von deutlichen Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch von bis zu 30 Prozent. (dpa/Emily Wabitsch)
Ein XXL-LKW in einem Kreisverkehr. (dpa/Friso Gentsch)
In Europa fahren die Riesentrucks bereits in Schweden, Finnland und den Niederlanden. Feldversuche gibt es derzeit in Belgien, Deutschland, Dänemark und Norwegen. (dpa/Jens B)
(dpa/Maurizio Gambarini)
Am Dienstag stimmte das Transport-Komitee im EU-Parlament gegen Grenzüberschreitungen innerhalb der EU ab. Es wird demnach bei den aktuellen Bestimmungen bleiben. Die Abstimmung muss allerdings noch im Plenum abgesegnet werden.
Derzeit lassen Schweden und Finnland die Riesen-Laster zu, in den Niederlanden und Dänemark laufen Versuche. In Deutschland dürfen sie seit Anfang 2012 auf bestimmten Straßen fahren. An dem Versuch beteiligen sich sieben Bundesländer. In Luxemburg sind die Gigaliner verboten.
Bausch dagegen
Demnach bleibt die Zulassung der sogenannten „Monster-Trucks“ Angelegenheit der einzelnen Staaten. Der Luxemburger Transportminister François Bausch möchte deren Einführung verhindern. Laut der EU-Abstimmung am Dienstag dürfen Gigaliner keine Grenzen innerhalb der EU passieren.
Normale LKW haben eine Länge von bis zu 18,75 Metern und ein Gesamtgewicht von höchstens 40 Tonnen. Gigaliner sind mit 25,25 Metern deutlich länger und bis zu 60 Tonnen schwer.
Eric Rings, geboren 1979 in Esch/Alzette, studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Heidelberg und fing 2010 als Journalist beim Tageblatt an. Seit 2019 schreibt er über innenpolitische Themen.
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