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Schärfere Kontrollen am Findel

Schärfere Kontrollen am Findel
(Tageblatt-Archiv)

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Von Sonntag (1.3.) an werden die Kontrollen am Flughafen Findel verschärft. Elektronische Geräte werden jetzt eingehend separat überprüft.

Zur Verhinderung von Terroranschlägen in Flugzeugen gelten ab sofort in der EU strengere Kontrollen für das Handgepäck. Neue technische Vorschriften sorgen dafür, dass Sprengstoffdetektoren (EDS-Geräten) an Flughäfen bestimmte Standards einhalten müssen und feiner kontrollieren als zuvor. Zudem ist vorgeschrieben, dass Handgepäck mit tragbaren Computern oder anderen großen elektronischen Geräten genauer untersucht wird. Dies sieht ein geändertes EU-Gesetz vor, das am Sonntag (1. März) in Kraft getreten ist.

«Jüngste Erkenntnisse haben gezeigt, dass Terroristen weiter versuchen, neue Verstecke für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen zu entwickeln», heißt es in dem Text. Damit wollten Terroristen die geltenden Sicherheitsregeln bei der Kontrolle von Handgepäck unterlaufen. Die EU müsse auf diese Bedrohung reagieren.

Strenge Regeln

Die neuen Regeln bedeuten für Europas Flughäfen zusätzliche Kosten. So fallen nach Angaben der spanischen Flughafenbehörde Aena allein für die spanischen Flughäfen Mehrkosten von 17 Millionen Euro im Jahr an. Der Direktor der Flughafensparte von Aena, Fernando Echegaray, sagte, es müsse mehr Sicherheitspersonal für die Kontrolle des Handgepäcks eingestellt werden.

Bereits jetzt müssen Passagiere an Flughäfen vor der Kontrolle tragbare Computer und andere elektrisch betriebene Geräte aus dem Handgepäck nehmen, damit diese gesondert kontrolliert werden. Flüssigkeiten und Gele sind im Handgepäck grundsätzlich nicht erlaubt – ausgenommen sind nur Tuben und Flaschen bis 100 Milliliter Inhalt, die in einer durchsichtigen, wiederverschließbaren Tüte aufbewahrt werden müssen. Die Flüssigkeitsauflagen wurden 2006 eingeführt, nachdem drei islamistische Terroristen versucht hatten, Sprengstoff in Getränkeflaschen an Bord von Transatlantikflügen zu schmuggeln.