Das liegt weit unter der insgesamt in der EU festgestellte Kluft von im Durchschnitt 16,4 Prozent, wie aus einem am Donnerstag in Luxemburg vom EU-Statistikamt Eurostat veröffentlichten Bericht hervorgeht. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2013 und geben das Verdienstgefälle beim Bruttoverdienst pro Stunde an. Dieses Gefälle hat sich demnach in den vergangenen fünf Jahren nur leicht verkleinert.
Waren es in Luxemburg 2008 noch 9,8 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte mehr, so lag der EU-Schnitt 2008 bei 17,3 Prozent und damit nur 0,9 Prozentpunkte über dem Stand von 2013. Am nächsten an den Verdiensten der Männer waren 2013 Arbeitnehmerinnen in Slowenien (Gefälle von 3,2 Prozent), Malta (5,1 Prozent) und Polen (6,4 Prozent). Größer ist die Kluft in Tschechien (22,1 Prozent), Österreich (23 Prozent) und Estland (29,9 Prozent). Nachbar Deutschland liegt bei 21,6 Prozent. Frankreich kommt auf 15,2 Prozent und Nachbar Belgien lag 2013 bei 9,8 Prozent.
Kaum Führungskräfte
Alle Daten beziehen sich auf Beschäftigt in Industrie, Baugewerbe und Dienstleistungen. Die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherungen sind ausgenommen. Auch bei der Art des Berufs haben die Frauen den Eurostat-Daten zufolge immer noch das Nachsehen. Obwohl sie im Berichtsjahr 2013 EU-weit 46 Prozent der Erwerbstätigen stellten, kam nur etwa ein Drittel der Führungskräfte aus ihren Reihen. «Bei den Bürokräften und in verwandten Berufen sowie in Dienstleistungs – und Verkaufsberufen waren Frauen hingegen mit einem Anteil von etwa zwei Dritteln der in diesen Berufen Beschäftigten überrepräsentiert», erklärte Eurostat.
Ein ganz anderes Bild zeichnet sich in Luxemburg ab. 2013 waren Frauen unter den Führungskräften in EU-Mitgliedstaaten besonders unterrepräsentiert in Luxemburg (bei einem Frauenanteil von 44% bei den Erwerbstätigen waren lediglich 16% der Führungskräfte Frauen).
Teilzeit
Ungleichheit auch bei der Teilzeit: Waren 2013 in der EU etwa 74,2 der Männer und 62,6 Prozent der Frauen zwischen 20 und 64 Jahren erwerbstätig, so arbeiteten laut Eurostat nur 8,1 Prozent der Männer, aber 31,8 Prozent der Frauen in Teilzeit (gemessen an der Gesamtbeschäftigung). In Luxemburg waren 78 Prozent der Männer und 63,9 Prozent der Frauen erwerbstätig und die Teilzeitquoten lagen bei 4,7 Prozent und 35,8 Prozent.
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