Die Unternehmen Leyne, Strauss-Kahn und Partners S.A. (LSK), seine Tochtergesellschaften Assya Partners und First Partners meldeten im November 2014 Insolvenz an. Deren Großaktionär und Verwaltungsratsvorsitzender war Dominique Strauss-Kahn. Es geht um zwielichtige Geschäfte. Sein Geschäftspartner Thierry Leyne hatte sich im vergangenen Jahr das Leben in Israel genommen. Inzwischen beschäftigt sich die Justiz in Luxemburg mit der Pleite.
Der luxemburgische Konkursverwalter Laurent Fisch prüft seit Monaten, was noch für die 150 Gläubiger übrigbleibt. Anscheinden nichts, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichtet. Sie beruft sich auf eine mit der Affäre befassten Person, ohne einen Namen zu nennen. Es soll um einen Schuldenberg in Höhe von 100 Millionen Euro gehen. Karine Vilret ist Anwältin und vertritt betroffene Gläuber. Sie will jetzt Antworten vom Konkursvewalter Fisch.
Strauss-Kahn war von November 2007 bis Mai 2011 Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF). Vergewaltigungsvorwürfe eines New Yorker Zimmermädchens zwangen ihn zum Rücktritt. Die Anklage wurde später eingestellt. In Frankreich wurde 2013 wegen Zuhälterei gegen ihn ermittelt. Von 1997 bis 1999 war Strauss-Kahn französischer Wirtschafts- und Finanzminister.
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