Donnerstag22. Januar 2026

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Enge Grenzen für Motilium-Einnahme

Enge Grenzen für Motilium-Einnahme
(AFP/Philippe Huguen)

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LUXEMBURG - Das Gesundheitsministerium reagiert auf Berichte zu Todesfällen durch das Medikament "Motilium". Hierzulande gibt es strenge Regeln für die Einnahme des umstrittenen Arzneimittels.

Das Medikament «Motilium» ist wieder in den Schlagzeilen. Laut Medienberichten aus Frankreich sind bisher über 200 Menschen nach dessen Einnahme gestorben. Am Mittwochnachmittag reagiert das Gesundheitsministerium in Luxemburg. Auf Anfrage von Tageblatt.lu, heißt es: «In Luxemburg sind Todesfälle nach Einnahme von ‚Motilium‘ nicht bekannt.»

«Motilium» und der Wirkstoff «Domperidon» standen schon länger unter Verdacht, schwere Herzrhytmusstörungen auszulösen. Im Juli 2014 wurde ein Risikobewertungsverfahren der europäischen Arzneimittelbehörden abgeschlossen. Für die Verbraucher heißt es, dass die Einsatzgebiete des Medikaments nur auf «Erbrechen und Übelkeit» beschränkt werden. In Luxemburg gilt eine Begrenzung der Dosierung und Anwendungsdauer auf maximal dreimal täglich 10 mg für den kürzesten erforderlichen Behandlungszeitraum, in der Regel längstens eine Woche, für Erwachsene und Jugendliche von einem Körpergewicht von mehr als 35 kg. Zusätzliche Kontraindikationen aufgrund der erhöhten Risiken für das Auftreten von schwerwiegenden kardialen Komplikationen wurden in die Produktinformation aufgenommen.

Liste

Sind weiterhin in Luxemburg folgende pharmazeutische Formen zugelassen:
Motilium 30 mg Zäpfchen Erwachsene
Motilium 10mg Filmtabletten
Motilium Instant 10 mg Tabletten (comprimés orodispersibles)
Motilium orale Lösung Erwachsene 5mg/5ml 200 ml
Motilium orale Lösung Kinder 1mg/1ml 100 ml

Auch gibt es einige Generika die über eine Zulassung in Luxemburg verfügen.