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700 Millionen neue Bankkonten weltweit

700 Millionen neue Bankkonten weltweit

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Wer ein Konto hat, kann Geld empfangen, überweisen und sparen. Die Weltbank hält dies für einen wichtigen Schritt wirtschaftlicher Entwicklung.

Seit 2011 haben weltweit rund 700 Millionen Menschen ihr erstes Bankkonto eröffnet. Die Zahl nannte die Weltbank am Mittwoch. Inzwischen hätten somit rund 62 Prozent aller Erwachsenen auf der Welt ein Konto – im Vergleich zu 51 Prozent im Jahr 2011.

Treiber der Entwicklung ist den Angaben zufolge die Verbreitung von Handys vor allem in Schwarzafrika. Die Mobiltelefone erlauben virtuellen Zugriff auf Verrechnungskonten. Auch das Wirtschaftswachstum in Asien spielt eine Rolle. Für die Teilnahme am modernen Wirtschaftskreislauf ist das eigene Konto entscheidend, weil sonst weder Online eingekauft, noch Geld überwiesen, noch Ersparnisse angesammelt werden können.
«Es ist der erste Schritt, um in das Finanzsystem der Welt zu kommen», sagte Weltbankexperte Asli Demirguc-Kunt, der den sogenannten Global Findex Survey 2014 mit verfasst hat. «Einfache Finanzdienstleistungen können den Menschen helfen, zu sparen und sich selbst aus der Armut zu befreien und die Kontrolle über ihre Finanzen zu übernehmen.»

Verdopplung der Konten in nur drei Jahren

Allein in Kenia hat sich die Zahl der Menschen mit einem Bank- oder Verrechnungskonto binnen drei Jahren fast verdoppelt. Am schnellsten wächst dabei die Zahl der Mobilkonten, die über das Handy angesteuert werden. Inzwischen haben fast 80 Prozent der 44 Millionen Kenianer Zugang zu Finanzdienstleistungen. Auch in Tansania und Uganda gab es einen starken Zuwachs. Mehr als die Hälfte der Bauern in den drei afrikanischen Ländern nutzen Mobilkonten, um ihre Waren zu verkaufen.

In Indien hat der Anteil von Menschen mit eigenem Konto binnen dreier Jahre um 18 Punkte auf 53 Prozent zugelegt. Grund ist auch ein Förderprogramm der Regierung. Nach Schätzung der Weltbank führte dies dazu, das 125 Millionen Konten in nur vier Monaten aufgemacht wurden. In China wuchs der Anteil der Konteninhaber seit 2011 von 64 auf 79 Prozent. Die meisten neuen Konten kommen in ländlichen Gegenden hinzu.