Die EU-Kommission fordert alle Regierungen in den EU-Mitgliedstaaten, darunter Luxemburg, auf, Lebensmittel auf bestimmte Salze testen zu lassen. Es geht um sogenannte Perchlorate; eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe ergeben, dass «die chronische lebensmittelbedingte Exposition gegenüber Perchlorat potenziell Anlass zu Besorgnis gibt», heißt es im EU-Amtsblatt vom Donnerstag.
Perchlorate sind Salze, die durch natürliche Prozesse entstehen können oder menschengemacht sind. Sie sind zum Beispiel in Düngern und Feuerwerkskörpern enthalten. Wasser, Boden und Düngemittel gelten laut EU-Kommission als mögliche Quellen der Verunreinigung der Nahrung mit Perchloraten.
Lange Liste
Die Aufnahme des Stoffes kann möglicherweise zeitweilige Veränderungen des Schilddrüsenhormonspiegels bewirken, heißt es in einer Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung vom Oktober 2013. «Besonders betroffen von unerwünschten Wirkungen können Personen mit Schilddrüsenerkrankungen, mit Jodmangel sowie Neugeborene und Kinder sein», heißt es dort.
Die aktuelle EU-Empfehlung trägt den Mitgliedstaaten auf, Lebensmittel auf Perchlorate hin zu testen und der EFSA bis spätestens Ende Februar nächsten Jahres Bericht zu erstatten. An der Überwachung sollen sich demnach auch die Lebensmittelunternehmen beteiligen. Besonders unter die Lupe genommen werden sollen dabei Obst und Gemüse, ferner Baby- und Kleinkindnahrung, getrocknete Gewürze und Kräuter, Tees sowie Getränke einschließlich Trinkwasser.
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