Ganz alltäglich war es nicht, was den Zuschauern am Freitagmorgen anlässlich der Gemeinderatsitzung in Vichten geboten wurde. Auf Einladung des Bürgermeisters Camille Scheuren sollte Anwalt Georges Krieger auf eventuelle Fragen der Räte eingehen. Hintergrund waren Unregelmäßigkeiten während der Amtszeit von Vorgänger, Nico Maréchal.
Auch wenn Bürgermeister Camille Scheuren diesmal keinen Namen oder Angaben zum Sachverhalt nannte, wusste jeder im Raum Bescheid. Wie Camille Scheuren nach der Ratssitzung im letzten Februar dem Tageblatt gegenüber erklärte, habe es Unregelmäßigkeiten während der Amtszeit seines Vorgängers Nico Maréchal gegeben. Unter anderem ging es dabei um das Errichten von drei Wohnhäusern in einer Grünzone. Man habe aus diesem Grunde einen Anwalt zu Rate gezogen und die Justiz darüber informiert.
Anschuldigungen auf Facebook
Am Freitagmorgen reagierte Scheuren nun auf Fragen von Seiten der Opposition am Ratstisch. Auch sind Anschuldigungen gegenüber dem Schöffenrat auf Facebook aufgetaucht. Man wäre verpflichtet, so der Bürgermeister, die zuständigen Behörden über Unregelmäßigkeiten zu informieren, so sehe es eben die Rechtslage vor. Auch habe der Schöffenrat den Anwalt Georges Krieger nur zur Rate gezogen und bräuchte laut Reglement dafür kein Mandat seitens des Gemeinderates. Erst wenn beschlossen werde, gerichtlich vorzugehen, müssten die Gemeinderäte ihre Zustimmung geben.
Der Bürgermeister möchte an dieser Stelle auch nicht weiter auf den Sachverhalt eingehen, um keine „Polemik“ zu betreiben, wie er am Freitag sagte. Der Ball läge jetzt bei der Justiz.
Schwarze Kassen
Auf den auf Facebook erhobenen Vorwurf, es würden Gelder der Gemeinde in schwarze Kassen verschwinden, wehrte sich der Bürgermeister. Alle Unterlagen lägen offen und jederzeit zur Einsicht bereit. Anwalt Georges Krieger stehe zudem den Räten für weitere Fragen zu Verfügung.
Die Ausführung des Bürgermeisters schienen dem Gemeinderat wohl zu genügen. Es wurden keine weiteren konkrete Fragen an den Anwalt gestellt.
Zu Demaart
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