Ein A400M startete am Dienstagnachmittag am südfranzösischen Flughafen Toulouse-Blagnac und machte sich auf den Weg ins spanische Sevilla, wie ein AFP-Journalist berichtete. In Sevilla befindet sich der zweite Standort des Konzerns für Testflüge der Maschine. Derzeit nutzt Airbus laut eigenen Angaben drei A400M für Testflüge.
Beim Absturz eines für die Türkei bestimmten A400M waren am Samstag nahe Sevilla vier Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Deutschland, Großbritannien, die Türkei und Malaysia stoppten als Reaktion auf den Absturz ihre Testflüge mit der Maschine. Airbus erklärte dagegen noch am Montag, an seinem eigenen Testflug-Programm festhalten zu wollen.
A400M für Luxemburg
Auch Luxemburg hat den Militärtransporter A400M bestellt. Die Luxemburger Armee wird ihren Flieger 2019 in Empfang nehmen. Das Unglück in Spanien habe keine direkten Auswirkungen für die Auslieferung der Transportmaschine an Luxemburg, so Etienne Schneider am Montag gegenüber Tageblatt.lu (Link). «Wir müssen jetzt den Unfall analysieren und daraus Konsequenzen für die Zukunft ziehen. Wir hoffen, dass Airbus die Probleme schnell lösen kann und die Verspätungen bei der Auslieferung in den Griff bekommt
Der Manager Fernando Alonso, bei der Airbus-Rüstungssparte für den Bau von Militärflugzeugen verantwortlich, befand sich am Dienstag bei dem Testflug an Bord des A400M, womit der Konzern sein Vertrauen in den Militärtransporter hervorheben wollte.
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