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Das Monodrama-Festival, das die Fundamental asbl in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal organisiert, präsentiert vom 12. bis zum 21. Juni einige Perlen dieses Genres.

Wer bin ich? Warum spreche ich und zu wem? Steht ein Schauspieler alleine auf der Bühne, ohne Mitspieler, ohne Gesprächspartner, so stellt er sich diese Fragen umso eindringlicher. Er hat nur sich. Und natürlich das Publikum.

Monodrama-Festival
Vom 12. bis 21. Juni
• Veranstaltungsorte:
Banannefabrik,
Kulturhaus Niederanven,
Mudam
• Réservations:
Mail: [email protected]
Tel.: (+352) 691 887 512

Das Monodrama-Festival, das die Fundamental asbl in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal organisiert, präsentiert vom 12. bis zum 21. Juni einige Perlen dieses Genres. Insgesamt an zehn Tagen werden Künstler aus elf verschiedenen Ländern an drei Spielorten insgesamt 17 Aufführungen in vier Sprachen darbieten, die sich weder in thematischen noch in sprachlichen Grenzen bewegen.

Das Festivalprogramm wird am Freitag, den 12. Juni mit „Discopolitik – We’re fucked, let’s dance!“ eröffnet – eine Produktion, die in Zusammenarbeit zwischen Filip Markiewicz, der in diesem Jahr Luxemburg auf der Biennale von Venedig repräsentiert, dem Schauspieler Luc Schiltz und der Journalistin Josée Hansen entstanden ist und sicher nicht an spitzer Gesellschaftskritik sparen wird. Politisch weiter geht es dann mit „Hak“, der Geschichte einer syrischen Schauspielerin, und mit „A portée de crachat“, der Geschichte eines Palästinensers mit israelischem Pass. Zwei Stücke, die sich auf völlig unterschiedliche Weise mit dem Verlust von Identität, Sprache und Heimat beschäftigen.

«Coup de coeur»

„Wot? No fish“ von Dany Braverman bezeichnet Organisator Steve Karier als sein persönliches „coup de coeur“: Die skurrile Geschichte, das komödiantische Schauspieltalent und natürlich der jüdische Humor … Aus dem Rahmen fallen wird sicher auch „Il n’y a pas de petite querelle“ von Yaya Culibaly aus Mali, der als wahrer Marionettenkünstler die Tradition seines Landes wachhält. „Land ohne Worte“ von Dea Loher ist eine Parabel über Kunst und Krieg, die das Spannungsverhältnis zwischen Abstraktion und Realität untersucht. Mit „Je ne suis plus une femme noire“, einem weiteren Beitrag aus Mali, diesmal einem Tanzstück, endet am Sonntag, 21. Juni, dann das „offizielle Programm“, wie Steve Karier scherzend bemerkte. Denn neben diesem Kernstück des Festivals sind es vor allem auch die Nebensektionen, die Aufmerksamkeit verdient haben. Das „Monolabo“, das am Samstagabend, 20. Juni, stattfinden wird und fünf Ministücke, besser gesagt Miniskizzen von unfertigen Arbeiten, hintereinander versammelt. Auch hier wird getanzt, gesprochen und gesungen. Um auch von der Bühne hinaus in die Welt zu treten, gibt es in diesem Jahr das „TaTi: Take Time“, ein Programm von drei Stücken, die im öffentlichen Raum aufgeführt werden.

Theater muss nicht immer gleich sichtbar sein, halbsichtbar entfaltet es beinahe nebenbei seine ganze Kraft. Wenn man denn dann stehen bleibt …