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Hëllef Doheem streicht Jobs und Einrichtungen

Hëllef Doheem streicht Jobs und Einrichtungen
(AFP)

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Beim Pflegedienst Hëllef Doheem wird die Kostenschraube fest angedreht. 90 Arbeitsplätze werden gestrichen, Einrichtungen geschlossen. Ein Sozialplan wird aufgestellt.

Der Pflegedienst Hëllef Doheem steckt tief in den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr häuften sich drei Millionen Euro Schulden an. 2016 wird mit einem noch viel grösserem Defizit gerechnet. Der Pflegedienst wird jetzt gestraft. Dafür werden 90 Arbeitsplätze gestrichen und Büros und Außenstellen geschlossen.

Die Tagesstätten in Echternach und Wilz machen dicht. Alle anderen bleiben aus Kostengründen Sonntags zu. Zwei ambulante Anlaufstellen in Düdelingen und Niederkerschen werden ebenfalls geschlossen. Die Personalverwaltung sowie beim Personal für «Spezialaktivitäten wird der Rotstift angesetzt. Man trennt sich auch vom eigenen Reinigungspersonal.

Schulden

Generaldirektor Benoît Holzem betont, dass die Qualität der Heimpflege nicht unter dem Streichplan leiden werde. Die Gewerkschaften waren über die Pläne bislang nicht informiert. Darum ist auch noch unklar, was mit den 90 Stellen genau passiert. Hier müssen jetzt erst erste Gespräche über einen Sozialplan geführt werden.

Als Grund für das Millionenloch in der Kasse werden unter anderem die eingeforenen Tarife 2013 genannt. Sie geben damit auch der Regierung die Schuld. Durch die Reform der Pflegeversicherung fällt weniger Geld an die Pflegedienste in Luxemburg. Hinzu kommen steigende Lohnkosten.

Der Konkurrenzkampf hat sich in den vergangenen Jahren verschärft. Mehr als 50 Anbieter kämpfen um den Pflegemarkt in Luxemburg. Beim Pflegedienst Hëllef Doheem sind rund 2000 Menschen beschäftigt. Sie betreuen rund 19.000 Menschen in Luxemburg.

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