Samstag31. Januar 2026

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Die Würfel sind gefallen

Die Würfel sind gefallen
(Alain Rischard)

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Bis 14.00 Uhr konnten die Wähler über die Fragen abstimmen, die ihnen das Parlament vorgelegt hat. Die wohl wichtigste betrifft die Einführung des Ausländerwahlrechts. Nun wird ausgezählt.

Die wahlberechtigten Luxemburger haben heute über die drei Referendumsfragen entschieden: Einführung des Ausländerwahlrechts, die zeitliche Beschränkung der Ministerämter und die Herabsetzung des aktiven Wahlalters auf 16 Jahre. Die Wahlpflicht, die in Luxemburg gesetzlich verankert ist, gilt auch für das Referendum. Insgesamt sind 244.382 Wahlberechtigte für die Wahl zugelassen. Sie können sich jeweils zwischen Ja und Nein entscheiden, nicht alle Fragen müssen beantwortet werden, damit der Zettel seine Gültigkeit hat.

Die 613 Lokale öffneten am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr ihre Türen. Bis 14.00 Uhr konnte gewählt werden. 408 davon liegen im Süden und Zentrum, 93 im Osten und 112 im Norden. Jeder Wähler wurde per Bescheid aufgefordert am Urnengang teilzunehmen. In der Stadt Luxemburg sind 27.732 Bürger zur Wahl aufgerufen, in Esch sind 11.800 Luxemburger zu den Urnen gerufen. In der kleinsten Gemeinde Simmern werden lediglich 431 Bürger ihre Kreuze bei Ja oder Nein machen.

400 Wahlzettel pro Wahlbüro

Die Auszählung erfolgt in den Wahlbüros, die jeweils um die 400 Stimmzettel auswerten müssen. Das CIE („Centre informatique de l’Etat“) sammelt dann die Daten sammeln und verarbeitet sie. Insgesamt werden Tausende Personen in den Wahlbüros für einen reibungslosen Ablauf des Referendums sorgen. Sie verdienen zwischen 185 und 465 Euro. Mitarbeiter des Informatikzentrums werden u.a. in der Stadt Luxemburg und in Esch vor Ort sein.

Das Referendum wird vom Parlament organisiert. Es hat aber keinen bindenden Charakter. Trotzdem kündigte die Regierung an, sie wolle sich an den Ausgang der Bürgerbefragung halten. Mehrheitlich mit Ja beantwortete Fragen sollen in die neue Verfassung einfließen. Lautet die Antwort der Bürger Nein, so wird in der entsprechenden Frage alles beim Alten bleiben.

2017 soll dann ein weiteres Referendum, diesmal über die neue Verfassung, stattfinden.