Der britische Regierungschef David Cameron ist am Mittwochabend im Großherzogtum angekommen. Premierminister Xavier Bettel hat den Amtskollegen von der Insel für ein Gespräch im Hôtel de Bourgogne empfangen. Bettel hatte bereits im Anschluss an einen vergangenen Regierungsrat erklärt, dass er sich die Vorstellungen und Forderungen des Premiers erst einmal anhören wolle. Man wisse schließlich noch gar nicht, was Cameron eigentlich von der EU verlange. Der DP-Chef hoffte, dass es nicht nur darum gehen würde, „Extrawürste“ für die Briten in der EU herauszuschlagen. Und so zeigten sich Cameron und Bettel am Mittwochabend nur kurz vor der Presse für ein gemeinsames Bild. Zum „Brexit“ oder den Spekulationen, dass britische Banken im Falle eines EU-Austritts Großbritanniens ihren Sitz nach Luxemburg verlegen wollen, erfuhr man nichts.
Großbritannien ist seit Langem unzufrieden mit seiner Position in Europa. Bis Ende 2017 sollen die Briten per Referendum darüber abstimmen, ob sie Mitglied der Europäischen Union bleiben wollen oder nicht. Premierminister David Cameron will in diesem Zusammenhang das Verhältnis zur EU neu definieren. Er wirbt in diesem Zusammenhang auch in Luxemburg für Zustimmung.
Neben den Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU stehen bei der britischen Kurzvisite auch die Prioritäten der Luxemburger EU-Ratspräsidentschaft auf dem Programm.
Die Beziehung zwischen Großbritannien und der EU:
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