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Anbauflächen für Heroin wachsen dramatisch

Anbauflächen für Heroin wachsen dramatisch
(dpa/S. Sabawoon)

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Der Anbau von Mohn zur Produktion von Opium und Heroin hat nach Angaben der Vereinten Nationen ein beispielloses Ausmaß erreicht. Gewarnt wird aber vor Amphetaminen.

In Afghanistan, Laos und Myanmar werde der Mohn inzwischen auf fast 350.000 Hektar angebaut, geht aus dem am Freitag in Wien vorgestellten Weltdrogenbericht hervor. Dabei bleibt Afghanistan mit 224.000 Hektar die bei weitem wichtigste Opium-Quelle weltweit. Zum Vergleich: Die Fläche von Luxemburg beträgt 258.600 Hektar.

Situation in Luxemburg
Die Zahl der Konsumenten harter Drogen in Luxemburg ist rückläufig (2070 im Jahr 2012). 2013 starben 11 Menschen an einer Überdosis. In dem Jahr verzeichneten die Drogenberatungsstellen 5.084 Kontakte, wobei Personen mehrfach erfasst wurden.

Dem Bericht zufolge werden weniger Mengen an Heroin und Kokain beschlagnahmt. Dagegen stellte die Polizei größere Mengen an Cannabis sicher.

«Der Anbaurekord bei Mohn in Afghanistan ist eine enorme Herausforderung für das Land und die internationale Gemeinschaft», heißt es von der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in ihrem Weltdrogenbericht 2014. Afghanistan produziert rund 80 Prozent des Rohopiums weltweit, das der Grundstoff für Heroin ist. Der Bericht beruft sich allerdings auf Zahlen aus dem Jahr 2012.

243 Millionen Menschen nutzen Drogen

Die Experten der UN zeigen sich darüber hinaus skeptisch, was die Legalisierung von Cannabis angeht. Es gebe auf dem Markt eine Vielzahl von Cannabis-Produkten, «von denen einige schädlicher erscheinen als ihre Vorgänger».

Der weltweite Drogenkonsum bleibt ebenfalls stabil. Demnach konsumierten weltweit 243 Millionen Menschen illegale Drogen. Das entspricht laut UNODC 5 Prozent der Weltbevölkerung im Alter zwischen 15 und 64 Jahren. 0,6 Prozent der Bevölkerung, rund 27 Millionen Menschen, gelten als problematische Drogenkonsumenten. Das entspricht einem von 200 Menschen. Die Zahl der Drogentoten im Jahr 2012 schätzt die UNODC auf 200.000 weltweit.

Immer mehr Amphetamine

Sorgen macht der UNODC, dass weltweit immer mehr Amphetamine hergestellt werden. In dem Weltdrogenbericht wird vor der zunehmenden Ausbreitung synthetischer Drogen, zu denen auch das Rauschmittel Crystal Meth gehört gewarnt. 2012 wurden weltweit 144 Tonnen Amphetamine sichergestellt. Dies sei ein deutlicher Anstieg, vermeldet die Behörde.

Schwierig gestalte sich die Bekämpfung, weil Hersteller zunehmend neue Grundstoffe und Bestandteile der künstlichen Drogen einzeln schmuggelten, heißt es.

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