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Hitze setzt den Straßen zu

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Bei großer Hitze besteht die Gefahr, dass die Fahrbahn aufplatzt. In Deutschland ist dies jetzt passiert, in Luxemburg noch nicht.

Am Donnerstag beschädigte die große Hitze in Esch/Alzette einen Bürgersteig. Auch an anderen Orten im Land kann man dieser Tage aufgeborstene Bürgersteige, Garageneinfahrten und vereinzelt auch Straßen beobachten. In Deutschland setzten die hohen Temperaturen den Belägen jedoch stärker zu, als in Luxemburg. Deshalb will Bundesverkehrminister Dobrindt die Autobahnen verstärkt kontrollieren lassen. «Wir verstärken die Kontrollen mit dem Beginn der Hitzeperiode», sagte Dobrindt der «Passauer Neuen Presse» vom Freitag. Spezielle Messfahrzeuge würden jetzt untersuchen, wo die Gefahr von sogenannten Blow-ups der Fahrbahn am höchsten sei. Alle Schäden würden «umgehend repariert».

Auch in Luxemburg sind laut Infrastrukturministerium die Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung unterwegs, um die Straßen und Autobahnen auf etwaige Hitze-Schäden zu untersuchen. Wenn etwas entdeckt wird, wird umgehend reagiert, so Dany Franck vom Transportministerium. Kleine Schäden werden sofort behoben. Bei größeren Rissen und Löchern kann es aber sein, dass eine Spur, oder gar die Autobahn gesperrt und eine Umleitung ausgeschildert werden muss.

Alles im grünen Bereich

Im Augenblick habe man aber noch keine großen Probleme festgestellt, versichert die Sprecherin Tagerblatt.lu. Lediglich bei vereinzelten Fahrradwegen habe der Belag sich gehoben. Hier würden aber die Straßenbauverwaltung oder die Gemeinden unverzüglich die Schäden reparieren.

Der Grund für das Ausbleiben von Hitze-Schäden liege in der Beschaffenheit des Belags, so Franck. In Deutschland seien die Autobahnen aus rigiden Betonplatten gefertigt. Diese seien bei Temperaturschwankungen und Bodenbewegungen anfälliger für Risse. Die Luxemburger Straßen bestehen aus Asphaltplatten, die flexibler seien. Die neuen Materialien seien auch hitzebeständiger.

Keine Probleme auf Findel

Die Straßenbauverwaltung ist auch für den Zustand der Start- und Landebahn auf dem Flughafen verantwortlich. Aber auch hier wurden bisher keine Schäden gemeldet. Werden Risse entdeckt, müsse die Bahn sofort gesperrt und der Belag repariert oder erneuert werden. Dann sind auch Flugverspätungen oder sogar Umleitungen möglich. Die Sicherheit gehe vor, betont die Sprecherin der Infrastrukturministeriums.

Die Länge der sogenannten «Staatsstraßen» beträgt 2.900 Kilometer. Davon sind 152 Kilometer Autobahnen. Das Großherzogtum zählt des Weiteren etwa 600 Kilometer an Radwegen.

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