Freitag30. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Immer jünger und mit dem Smartphone

Immer jünger und mit dem Smartphone
(dpa/Boris Roessler)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Immer jünger, fast dauernd online mit dem Smartphone unterwegs: Eine neue Studie der Universität Luxemburg zur Internetnutzung von Jugendlichen liefert neue Erkenntnisse.

Der Blick auf dem Smartphone-Display, die Finger am Rotieren, um die neueste Nachricht zu beantworten: Jugendliche, hat man das Gefühl, sind quasi dauernd online. Das bestätigt jetzt eine Studie der Universität Luxemburg mit 265 Kindern und jungen Menschen zwischen 10 und 21 Jahren. Mit durchschnittlich 8,2 Jahren beginnen Jugendliche (in der Gruppe der 11 bis 12-Jährigen) in Luxemburg zu surfen.

Die Meisten nutzen das Internet fast immer unterwegs und am liebsten vom Handy aus, schreiben am Mittwoch die Psychologen Dr. Andreas König und Prof. Dr. Georges Steffgen. 71,3 Prozent nutzen dafür das Smartphone täglich oder fast täglich und schauen sich damit vor allem in sozialen Netzwerken um, heißt es. Facebook ist dabei sehr beliebt. Mit über 80 Prozent regelmäßigen Nutzern belegt das soziale Netzwerk in dieser Sparte die Spitzenposition.

Sucht: Internet

Obwohl es eigentlich gegen die Nutzungsbedingungen verstößt, hat «fast die Hälfte der unter 13-Jährigen» ein Facebook-Konto, berichten die Wissenschaftler. Mädchen haben in sozialen Netzwerken die Nase vorn, Jungen spielen lieber Online-Games.

Dass der tägliche Internetkonsum nicht ohne Folgen für die Nutzer bleibt, stellen auch die Psychologen der Uni Luxemburg fest. Sie beobachteten ein dysfunktionales (suchtartiges) Verhalten bei jedem zehnten Nutzer.

Hilfe und Gefahr

Überwiegend machen die Befragten positive Erfahrungen im Netz. Sie nutzen das Internet zum Recherchieren für die Schule oder zum Lesen von Nachrichten.

Nicht desto trotz sind die Jugendlichen bei ihrem Surfverhalten auf Gefahren aufmerksam. Laut der Studie haben mehr als die Hälfte der Befragten (51,8 Prozent) im vergangenen Jahr «sexuelle oder pornographische Inhalte auf Webseiten gesehen.»

Besser als die Eltern

Die meisten der jungen Nutzer sagen, dass sie ohne Aufsicht und ohne Einschränkung surfen dürfen. Außerdem glaubt eine große Mehrheit, «über umfangreiches Wissen hinsichtlich der Nutzung im Internet zu verfügen», schreiben König und Steffgen.

Vor allem aber ist mehr als die Hälfte der Jugendlichen überzeugt, dass sie sich im Internet besser auskennt als ihre Eltern.