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Keine Zeltstadt für Flüchtlinge

Keine Zeltstadt für Flüchtlinge
(dpa)

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Ingelheim bereitet sich auf Flüchtlinge vor. Sie sollen in Zelten untergebracht werden. In Luxemburg ist davon keine Rede. Die EU-Innenminister suchen nach Lösungen.

Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben sich am Montag in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) auf die Ankunft von Flüchtlingen vorbereitet. Sie sollen dort mangels anderer Möglichkeiten in großen Zelten untergebracht werden.

Eine Sprecherin sagte, die Ankunft der Menschen werde am frühen Nachmittag erwartet. Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) und der Präsident des DRK-Landesverbands, Rainer Kaul, kündigten für den späten Vormittag ihren Besuch in Ingelheim an, um sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen.

150 Asylanten in Zelten

In den 30 mal 15 Meter großen Zelten sollen 150 Asylsuchende untergebracht werden. DRK-Helfer bauten die drei Großzelte am Wochenende auf einer Grünfläche nahe der Polizeiinspektion auf. Sie sollen nach bisheriger Planung etwa eine Woche in der Zeltstadt verbringen, ehe sie in eine andere Unterkunft gebracht werden können.

Ingelheim liegt ca. 150 km von Luxemburg entfernt. Die EU-Innenminister hatten sich auf die Umsiedlung von 20.000 Flüchtlingen geeinigt. Heute wird über die Umverteilung von 40.000 weiteren Menschen entschieden. Luxemburg soll 512 Menschen aufnehmen. 43 syrische Flüchtlinge, darunter 27 Kinder kamen vor 2 Monaten hier an.

515 Flüchtlinge nach Luxemburg

Am Montag heißt es von Außenminister Jean Asselborn in Brüssel: „Es gibt von den EU-Innenministern Zusagen für über 50.000 Plätze. Wir müssen alle noch schauen, um nachzubessern. Ich werde natürlich alles versuchen (…), dass es keine Enttäuschungen gibt.“

Die Verbesserung der Flüchtlingspolitik ist ein Ziel des Luxemburger EU-Ratspräsidentschaft. Ob die Umverteilung von 60.000 Flüchtlingen gelingt, ist noch immer unklar. Die EU-Innenminister versuchen in Brüssel bei einem Sondertreffen eine stimmige Lösung zu finden.

Foyers für Flüchtlinge

Wie ist die derzeitige Situation in Luxemburg? Gerade rechtzeitig wurde das neue „Centre de Premier Accueil Lily Unden“ offiziell eröffnet, obwohl immer noch einige im maroden Don Bosco Gebäude untergebracht sind. Sie sollen schnellstmöglich auch woanders untergebracht werden.

Im Foyer Eich finden Familien mit besonderen Bedürfnissen und unbegleitete Jugendliche Unterkunft. Das Foyer Félix Schroeder in Rédange nimmt Frauen mit oder ohne Kinder auf. Zelte sind in Luxemburg kein Thema.

Platzmangel solidarisch bewältigen

Es fehlt, nach Aussage der Olai, aber auch in Luxemburg Platz. Alle Betten der Foyers sind im Moment besetzt, doch Zelte kommen nicht als Notlösung in Frage. Stattdessen richtet die Olai, zusammen mit dem Ministerium, im Notfall einen solidarischen Aufruf an die Gemeinden.

Der Olai weicht dann auf freie Flächen aus, auf welchen feste Strukturen errichtet werden. Oder die Gemeinden stellen freie Wohnungen, Häuser oder größere Gebäude zur Verfügung.

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