Während der letzten Sitzung des SEW/OGBL, das unter anderem aus Mitgliedern der öffentlichen Forschungseinrichtungen LIST („Luxembourg Institute of Science and Technology“), LIH („Luxembourg Institute of Health“), Liser („Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“), CVCE („Centre virtuel de la connaissance sur l’Europe“) und der Universität Luxemburg besteht, ging es um die Anwendung von befristeten Verträgen (CDD) im Forschungsbereich. In den Bereichen Kooperation, technische Unterstützung, Ingenieurwesen und Forschung ist es bislang Usus gewesen, den Berufstätigen einen befristeten Vertrag anzubieten. Die Ausnahmeregelung sei für Doktoranden und Post-Doktoranden in Ausbildung legitim, sagt der OGBL, jedoch sei dies nicht so bei Forschern, die an einem Forschungsprojekt arbeiteten. Die Gewerkschaft OGBL sieht in der systematischen Anwendung von solchen auf fünf Jahren „verlängerten“, befristeten Arbeitsverträgen einen Missbrauch.
Unbefristeter Vertrag für Forscher
Dieser Zustand sei nicht hinnehmbar, denn er schaffe eine unsichere Lebenssituation für die betroffenen Personen. Denn diese Forscher wären teilweise arbeitslos, würden nicht von Gehaltserhöhungen, die nur den Forschern mit unbefristeten Verträgen zugute kommen, profitieren und sie könnten ihr Privatleben nicht planen. Der OGBL zeigt sich aus dem Grund nicht damit einverstanden, die maximal zulässige Laufzeit von fünf Jahren noch weiter zu verlängern, wie es von zwei Forschern gefordert wurde. Der Staatssekretär stellte in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Franz Fayot klar, dass „nichts die öffentlichen Forschungseinrichtungen davon abhalten würde, unbefristete Verträge mit den Forschern abzuschließen“. Der OGBL fordert, dass gerade in solchen Fällen der unbefristete Vertrag zum Standard werden sollte. Außerdem kritisiert die Gewerkschaft die gängige Praxis, Doktoranden und Post-Doktoranden keine feste Arbeitsstelle nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zu bieten.
So müssten diese vom öffentlichen in den privaten Sektor oder sogar in ein anderes Land wechseln. „Es sei unverständlich, dass dieses intellektuelle Kapital für Luxemburg unter dem Deckmantel der internationalen Mobilität verloren sei“, so der OGBL.
Zu Demaart
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