Mehr als 500 Demonstranten haben sich am Samstag in Esch/Alzette versammelt. Sie demonstrieren gegen den blutigen Konflikt im Gaza-Streifen. Neben zahlreichen Luxemburgern waren auch viele junge Männer und Frauen mit arabischen und türkischem Hintergrund dabei. Etliche Frauen trugen Kopftücher. Über der versammelten Menschenmenge am Rathausplatz ragen Palästina- und Kommunistenfahnen in den blauen Sommerhimmel.
Aufgerufen hat das «Comité pour une paix juste au Proche-Orient» (CPJPO). Sie sprechen von einem Massaker an der Bevölkerung von Gaza. Sie fordern von der luxemburgischen Regierung und der EU Druck auf Israel auszuüben. Damit soll unter anderem die Blockade des palästinensischen Küstenstreifens aufgehoben werden. Für die Aktivisten der CPJPO verstößt Irsrael mit ihrer militärischen Intervention in Gaza klar gegen das Völker- und Menschenrecht. Israel will verhindern, dass es einen palästiensischen Staat gibt, heißt es bei der Veranstaltung.
Schweigemarsch
Ein langer Schweigemarsch zog sich vom Rathausplatz durch die Alzettestraße bis zum Brillplatz und zurück. Die Teilnehmer schwengten Fahnen und hielten kleine Plakate mit den Namen von Opfern des Krieges im Gaza-Streifen. Begleitet wurde der stille Protest von der Polizei. Sie musste mehrere Verbindungsstraße wegen der Demonstration für den Verkehr kurzzeitig sperren. Schaulustige am Rande des Protestmarsches zeigten sich skeptisch. Still wurde beobachtet. Nur wenige griffen nach der Protestnote der Verantstalter.
Während am heißen Samstagnachmittag die Menschen in Esch/Alzette marschieren, herrscht im Gaza-Streifen eine zwölfstündige Waffenruhe. Nach tagelangen Luftangriffen und Bodenoperationen des israelischen Militärs nutzen viele Palästinenser in dem dicht besiedelten Gebiet am Samstag die Möglichkeit, sich mit Nahrung und Medikamenten einzudecken.
Viele Tote
Seit Beginn der israelischen Militäroffensive am 8. Juli wurden nach palästinensischen Angaben 985 Palästinenser getötet und rund 6000 weitere verletzt. Mehr als zwei Drittel der Opfer sind demnach Zivilisten. Auf israelischer Seite kamen bis Freitag 37 Soldaten und drei Zivilisten um.
Zu Demaart















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