Lehrergewerkschaften und Bildungsminister Claude Meisch sollen sich im Streit um die Sparmaßnahmen im Schulbereich geeinigt haben. Wenige Stunden nach dieser Meldung, reagierte das Koordinierungskomitee der Lehrerkomitees. Es fechtet die Einigung an. Ohne Einverständnis des Komitees dürfe das Abkommen niemals besiegelt werden.
Der Vertreter von der Feduse hat im Namen seiner Gewerkschaften grünes Licht fürs Abkommen gegeben. Von der Apess und der SEW gab es ebenfalls Zustimmung. Letztere bestätigte die Zustimmung am frühen Donnerstagabend. Auch die Apess wollte am Donnerstag noch mitteilen ob ihre Vorstände die Einigung mittragen.
Hinter dem Rücken
„Wird es Minister Meisch gelingen, eine Einigung hinter dem Rücken der Lehrer durchzuprügeln?“, fragt sich das Koordiniationskomitee am Donnerstag. 93,7 Prozent der Lehrer hatten sich gegen jene Sparmaßnahmen ausgesprochen, die nun in der Einigung festgelegt wurden.
Claude Meisch habe die Gewerkschaften unter Druck gesetzt und drohe damit, bei einer Nicht-Unterzeichnung der Einigung ein Gesetz im Eilverfahren durchzuboxen, welches noch ungünstiger für die Lehrer ausfallen würde. Eine solche Vorgehensweise sei auch juristisch höchst verwerflich.
Der Streit zwischen Lehrergewerkschaften und dem Unterrichtsministerium über die Änderungen im Aufgabenbereich der Sekundarlehrer dauert seit Monaten an. Noch im Juni waren die Schlichtungsgespräche zwischen Ministerium, Gewerkschaften und Sekundarschullehrern gescheitert (Link). Die Vermittlung war demnach die letzte Chance sich doch noch zu einigen, bevor es zu einem Lehrerstreik gekommen wäre.
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