Sternschnuppen, auf Französisch „étoiles filantes“, auf Luxemburgisch „Stäreschnäizen“, sind ein faszinierendes Naturschauspiel, das einmal im Jahr dank der Perseiden, auch noch als „Laurentiustréinen“ bezeichnet, planbar und in großem Ausmaß beobachtet werden kann – wenn das Wetter dies zulässt.
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Wobei „Perseiden“ als Name eigentlich nicht genau richtig ist. Die Luxemburger Amateurastronomen und die „Frënn vum Naturmusée“, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine öffentliche Observation organisieren, erklären das Phänomen wie folgt: „Es handelt sich um Kometenstaub, der in der Erdatmosphäre verglüht und dabei aufleuchtet. Perseiden werden die Sternschnuppen deshalb genannt, weil sie scheinbar aus dem Sternbild Perseus kommen.“
Am 12. August ab 22.00 Uhr …
In Wirklichkeit stammt der Kometenstaub vom Himmelskörper mit dem Namen „109P Swift Tuttle“. Ein „großer Eisklotz mit viel Staub und Gas“, so die beiden Vereinigungen in ihrer Pressemitteilung. Auf dem Weg zur Sonne erhitzt sich der Komet und beginnt zu schmelzen. Wasser, Gas und Staub gehen verloren. Jedes Jahr im August, wenn die Erde die Umlaufbahn des Kometen kreuzt, gerät der Staub mit ca. 70 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre und verglüht durch die Reibung. Die größten Partikel sind beim Verglühen sichtbar – das, was wir Menschen Sternschnuppen nennen.
Das Himmelsspektakel ist 2015 zwischen dem 10. und 15. August sichtbar, der Höhepunkt wird in der Nacht vom 12. auf den 13. erwartet.
In dieser Nacht findet die öffentliche Observation statt. Treffpunkt ist ab 22.00 Uhr bei der Donatuskapelle, auf einer Anhöhe neben dem Wasserturm zwischen Eschweiler und Beidweiler (bei Junglinster) gelegen. Warme Kleidung, Getränke und auch Sitzgelegenheiten werden von den Organisatoren empfohlen. Teleskope stehen zur Verfügung, weitere sind willkommen.
… zwischen Eschweiler und Beidweiler
Wichtig: Das Ganze findet nur statt bei freiem Himmel bzw. schwacher Bewölkung. Am Mittwoch ab 10.00 Uhr morgens sollte auf der Internetseite der Museumsfreunde (www.amnhm.lu) zu lesen sein, ob die Observation wie geplant stattfindet.
Auch Sterne und Planeten werden observiert und erklärt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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