Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sind während ihres 100-tägigen Einsatzes im Mittelmeer an der Rettung von 11 482 Flüchtlingen aus Seenot beteiligt gewesen. Die Menschen seien nahezu alle vor der libyschen Küste nahe der Städte Tripoli und Zuwara geborgen worden, teilte die Organisation am Donnerstag mit.
Sie kritisierte, es stünden nicht genug Schiffe zur Seenotrettung bereit, und diese seien am falschen Ort. Die Boote müssten so nah an der libyschen Küste kreuzen wie möglich. MSF forderte die EU auf, sichere und legale Wege nach Europa zu schaffen.
2300 Flüchtlinge ertrunken
Seit Jahresbeginn kamen der Internationalen Organisation für Migration zufolge rund 2300 Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben. In Italien, Hauptziel der Überfahrten von Libyen aus, kamen 2015 nach Angaben des Innenministeriums in Rom mehr als 103.000 Menschen über das Mittelmeer an.
MSF-Mitarbeiter sind an Bord der Schiffe «Bourbon Argos», «Dignity I» and «MY Phoenix». «Bourbon Argos» fährt unter Luxmeburger Flagge. «MY Phoenix» wird gemeinsam mit der privaten maltesischen Organisation MOAS befahren.
Zu Demaart
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