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Verschärfte Kontrollen am Hauptbahnhof?

Verschärfte Kontrollen am Hauptbahnhof?
(Fabrizio Pizzolante)

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Luxemburg nimmt am Samstag an einem Treffen von Verkehrs- und Innenminister in Paris teil. Es geht um verschärfte Sicherheitsvorkehrungen im Bahnverkehr.

Sollen Reisende in Luxemburg am Hauptbahnhof bei einer Auslandsreise in Zukunft systematisch und koordiniert kontrolliert werden? Es geht dabei unter anderem um die Kontrolle der Reisepapiere. Darüber wollen am kommenden Samstag mehrere EU-Minister in Paris diskutieren.

Neben Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien, Großbritannien, Spanien, Niederlande und die Schweiz, wird auch ein Vertreter aus Luxemburg am Tisch sitzen. Das sind alles Länder mit Zugverbindungen nach Frankreich, kündigte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender France Inter an. Dabei solle über «sehr konkrete Vorschläge» für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beraten werden, sagte Cazeneuve.

Keine Details

In Luxemburg gibt es derzeit noch keine Pläne für solche Kontrollen, heißt es aus Ministerkreisen am Mittwoch. Wie die Kontrollen aussehen könnten, ist auch noch völlig unklar. Das Treffen dient eher als Vorbereitungsgespräch für eine EU-Verkehrsministerkonferenz im Oktober. In Paris werden Justizminister Félix Braz (Déi Gréng) und Transportminister François Bausch ((Déi Gréng) anwesend sein. Braz fährt in Vertretung für Etienne Schneider (Innere Sicherheit) nach Paris.

Diskussionen um mehr Sicherheit im Luxemburger öffentlichen Nahverkehr gibt es bereits seit längerem. Ende Juli hatte die Eisenbahn-Gewerkschaft Syprolux von einer Polizeispezialeinheit (Link) für den öffentlichen Transport gesprochen.

Das Blutbad

Nach dem Angriff vom vergangenen Freitag war in mehreren Ländern eine Debatte über die Sicherheit im Zugverkehr ausgebrochen. Der Marokkaner Ayoub El Khazzani hatte in einem Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris das Feuer eröffnet. Zwei US-Soldaten und weitere Passagiere überwältigten den 25-Jährigen und verhinderten damit vermutlich ein Blutbad. Einer der Soldaten und ein weiterer Passagier wurden schwer verletzt.

In der Nacht auf Mittwoch wurde der Angreifer formell eines Terrorvorhabens beschuldigt. Die Ermittler sind überzeugt, dass er einen islamistischen Anschlag verüben wollte. El Khazzani bestreitet das und spricht von einem versuchten Überfall.

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