Zwei Mitarbeiter eines US-Fernsehsenders sind während einer Liveschaltung in Virginia erschossen worden. Hinter der Tat wurde einer ihrer Kollegen vom Sender WDBJ-TV vermutet, wie Gouverneur Terry McAuliffe in einer Radioshow sagte. Die Polizei verfolge den Verdächtigen auf einer Autobahn. Wenig später tötete er sich selbst.
Die Schießerei ereignete sich in einem Einkaufszentrum in Moneta. Die Reporterin Alison Parker interviewte gegen 6.45 Uhr (Ortszeit) eine Frau zum Thema Tourismus, die durch die Schüsse verletzt wurde. Die Reporterin habe mit dem Kameramann Adam Ward zusammengearbeitet, erklärte der Geschäftsführer von WDBJ-TV, Jeffrey A. Marks. In Videoaufnahmen lächelte Parker, als plötzlich mindestens acht Schüsse zu hören waren. Parker schrie und rannte davon. Als die Kamera auf den Boden fiel, fing sie offenbar ein Bild des Schützen ein. Die Person trug schwarze Hosen und ein blaues Oberteil und hielt eine Handfeuerwaffe.
Selbst gefilmt
Im Internet tauchten jetzt mehrere Videos vom Schützen auf. Er filmte seine Tat und stellte sie anschließend ins Netz. Für die Mitarbeiter des betroffenen Fernsehsenders gab es Stunden nach den tödlichen Schüssen Polizeischutz. Geschäftsführer Marks sagte, den Angestellten sei geraten worden, im Sendergebäude zu bleiben, solange der Verdächtige noch auf freiem Fuß sei. Laut Marks arbeiten dort rund 50 Personen.
Nach Angaben auf der Webseite des Senders war die getötete Reporterin 24 Jahre alt, der Kameramann 27. Der Freund von Parker, WDBJ-Nachrichtensprecher Chris Hurst, sagte, sie hätten ihre Beziehung zwar nicht öffentlich gemacht, doch seien sie «sehr verliebt» gewesen. Er und Parker seien gerade erst zusammengezogen und hätten heiraten wollen.
We didn’t share this publicly, but @AParkerWDBJ7 and I were very much in love. We just moved in together. I am numb. pic.twitter.com/tUrHVwAXcN
— Chris Hurst (@chrishurstwdbj) 26. August 2015
Ward war mit einer Produzentin bei dem Fernsehsender verlobt, wie WDBJ-Sprecher Mike Morgan sagte.
Der Fernsehsender hat seinen Sitz in Roanoke in Virginia.
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