Russland hat nach eigenen Angaben Militärspezialisten in Syrien, um bei der Bedienung gelieferter Waffensysteme zu helfen. Aus dieser «militärisch-technischen Kooperation» habe man nie ein Geheimnis gemacht, erklärte das Außenministerium am Mittwoch in Moskau.
Sprecherin Maria Chakarowa warf dem Westen eine «seltsame Hysterie» wegen der russischen Aktivitäten in Syrien vor. Zuletzt hatten die USA sich besorgt geäußert, dass Russland sein militärisches Engagement in dem Bürgerkriegsland verstärken und Vorbereitungen zur Entsendung von Truppen treffen könnte.
«Fiktion»
Der Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses im russischen Föderationsrat, Nikolai Fedorjak, nannte Berichte über russische Soldaten in Syrien eine «Fiktion der Massenmedien». Für einen solchen Kampfeinsatz sei die Zustimmung des Parlaments nötig – und diese sei von Präsident Wladimir Putin nicht beantragt worden, sagte er.
Nach der Sperrung des bulgarischen Luftraums für russische Flugzeuge auf dem Weg nach Syrien will Moskau nun Maschinen über den Iran in das Bürgerkriegsland schicken. Die Führung in Teheran habe zugesagt, Transporte nicht zu behindern, sagte der Diplomat Maxim Suslow von der russischen Botschaft in Teheran am Mittwoch der Agentur Interfax.
Auch aus Griechenland liege eine Erlaubnis vor, hieß es in Moskau. Sofia hatte Flüge mit dem Hinweis untersagt, es zweifle an dem von Moskau angegebenen humanitären Zweck der Mission.
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