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Solidarität in der Flüchtlingsfrage zeigen

Solidarität in der Flüchtlingsfrage zeigen
(Ifinzi)

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Das Gemeindensyndikat Syvicol ruft seine Mitglieder auf, bei der Aufnahme der Flüchtlinge zu helfen. Es sei eine "moralische Verpflichtung".

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Europa einreisen wollen steigt. Hunderttausende Menschen lassen alles in ihrer Heimat zurück und machen sich auf die lange Reise nach Europa, wo sie auf Sicherheit und einen Neuanfang hoffen. Skrupellose Schleuser profitieren von der Not dieser Menschen.

Düdelingen hilft

Auf dem ehemaligen Arbed-Gelände im Quartier Schmelz soll in den kommenden Monaten eine neue Unterkunft für Flüchtlinge entstehen. Die Unterkunft ist auf 60 Personen ausgelegt, kann jedoch bis zu 90 Menschen aufnehmen. Zielpersonen sind sowohl Familien als auch Einzelpersonen, die bereits einen Asylantrag gestellt haben und die Prozedur durchlaufen. Partner in diesem Projekt sind der „Fonds du logement“, ArcelorMittal als Grundstücksbesitzer, die „Croix-Rouge“ als Bauherr, das „Office luxembourgeois de l’accueil et de l’intégration“ (OLAI) und die Gemeinde Düdelingen. Zurzeit wird das Dossier zum Projekt noch erstellt, Bürgermeister Dan Biancalana geht jedoch davon aus, die Baugenehmigung nach Erhalt des Dossiers im Herbst ausstellen zu können. Anschließend könnte dann die Bauphase des Containerheims beginnen, das durch die „Croix-Rouge“ finanziert wird. Diese soll anschließend auch die Betreuung der Einwohner übernehmen, die einer vorsichtigen Voraussage zufolge Anfang 2016 bereits einziehen könnten. Es ist auch eine soziale Betreuung der Flüchtlinge vorgesehen. Die Gespräche dazu laufen schon.
(Isabelle Ohles)

Besonders in den letzten Wochen strömen immer mehr Flüchtlinge in die europäischen Länder. Die EU hat beschlossen viele dieser Menschen aufzunehmen. Probleme bereiten im Augenblick die Aufnahmekapazitäten und der Empfang der Asylanten.

Gesellschaft der Menschenrechte

Da sei Solidarität gefragt, betont der Syvicol, in einer Mitteilung. Une Gesellschaft sei eine Gesellschaft der Menschenrechte. Den Neuankömmlingen müsse daher ein würdiger Empfang bereitet und eine angemessene Wohnung zur Verfügung gestellt werden. Die Hauptverantwortlung liege beim Staat, so der Syvicol. Man müsse ihm aber bei der Aufnahme und der Betreuung der vielen Flüchtlinge helfen.

Der Syvicol habe in diesem Zusammenhang mit dem OLAI und dem Familienministerium Konferenzen über die Flüchtlingsproblematik organisiert, wird in der Mitteilung erinnert. Man sei aber auch bereit, den Staat und die Gemeinden auf den Terrain zu unterstützen. Das Syndikat macht unter anderem den Appel an seine Mitglieder leerstehende Wohnungen den Flüchtlingen vorübergehend zur Verfügung zu stellen. Auf Brachen könnten provisorische Wohncontainer errichtet werden. Ziel müsse eine gerechte Aufteilung der Asylanten auf dem nationalen Territorium sein. Verschiedene Gemeinden hätten schon ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Regierung signalisiert und erste Maßnahmen getroffen, freut sich der Syvicol.

Herausforderung

Die Aufnahme der Flüchtlinge stelle die Gemeinden vor große Herausforderungen, so der Syvical. Kulturelle Unterschiede und unterschiedliche Sprachen würden das Zusammenleben und die Integration erschweren. In diesem Zusammenhang werde jedoch demnächst ein «Integrationsplan» vom OLAI vorgestellt.

Schließlich verurteilt der Syvicol die auf den sozialen Netzwerken gemachten rassistischen, demagogischen und antisemitischen Äußerungen.

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