Erreicht werden soll dies durch verstärkte Partnerschaften mit klaren Zielsetzungen, in die alle Akteure eingebunden werden. Im Vordergrund steht dabei die Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele, die sich die Vereinten Nationen bis 2030 gesetzt haben, wie Erik Solheim, Präsidenten des Komitees für Entwicklungshilfe der OSZE, gestern in Luxemburg bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation erläuterte. In den vergangenen 60 Jahren habe man zwar enorme Fortschritte gemacht. Allerdings hätten die Vielzahl der Initiativen, die Existenz von unterschiedlichen Prioritäten sowie ein Mangel an Koordination ein Weiterkommen vielerorts gebremst.
Für Solheim ist die Menschheit zum ersten Mal in der Lage, dank ihrer Fähigkeiten, ihres Wissens und ihrer Möglichkeiten die Armut zu beenden. Die Praxis der letzten Jahrzehnte habe gezeigt, dass nur dann reelle Fortschritte erreicht wurden, wenn ein festes Ziel gesetzt wurde und sich Kräfte gebündelt hätten, um es umzusetzen. Es bedürfe daher einer Führungsebene auf hohem politischen Niveau, die mit Blick auf konkrete wirtschaftliche Ziele alle anderen Akteure zusammenbringe und die Fortschritte ständig zuverlässig prüfe. Es sollte dabei darauf geachtet werden, so viele Akteure wie möglich in diese Partnerschaft einzubringen. Ganz besonders jedoch will die OSZE den Privatsektor in den verschiedenen Ländern stärker einbinden als bisher. So könnten wichtige Investitionen getätigt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In der Vergangenheit sei der Privatsektor vernachlässigt worden, so Solheim im Beisein von Minister Romain Schneider und Vertretern von zahlreichen Hilfsorganisationen. Als Beispiele für kurzfristig wichtige Aktionen nannte Solheim den Kampf gegen die Subventionierung von fossilen Brennstoffen, den Schutz der Ozeane oder der Flüsse weltweit.
Im OSZE-Jahresbericht wird Luxemburg bescheinigt, ein wichtiger Partner in Sachen Entwicklungshilfe zu sein. Mit 1,07% seines Bruttoinlandsproduktes, die es für die Hilfe aufbringt, liegt Luxemburg an zweiter Stelle innerhalb der OSZE und an 22. Stelle was den Umfang der Hilfe betrifft.
Das Land ist eines der fünf Länder weltweit, die die UN-Vorgabe von 0,7% des Bruttoinlandsproduktes, die in die nationale Entwicklungshilfe einfließen sollen, erfüllen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können