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Vom Saarland aus nach Luxemburg zu pendeln, macht derzeit wirklich keinen Spaß. Der Grund: Asphaltarbeiten und Sperrungen.

Gleich hinter der Ausfahrt Merzig wird die Haupttransporttrasse gerade vierspurig ausgebaut. Das heißt Geschwindigkeitsbegrenzung und eine Spur zwischen Merzig-Hilbringen und Merzig-Schwemlingen. Danach kommt der Tunnel Pellingerberg und es läuft glatt bis zur Mosel, wo das wirkliche Abenteuer beginnt. Im Tunnel Markusbierg kommt man nur auf einer Spur voran, danach geht es auf 6,5 Kilometern Länge so weiter und mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern bis zum Tunnel Frisingen. So mahnen es die Verkehrsschilder an.

Seit Freitag ist auch noch das ewige Provisorium, der Bypass Hellingen, gesperrt, was bis Montagmorgen anhalten wird. Chaos. Verärgerte Autofahrer fragen sich: Geht das nicht auch anders? – Es geht nicht, wenn man mit Verantwortlichen der „Ponts et Chaussées“ redet.

Nur an 10-12 Wochenenden Zeit

„Wenn wir die Ferienzeiten in den Anrainerstaaten berücksichtigen, haben wir gerade mal 10-12 Wochenenden im Jahr für Instandhaltungsarbeiten“, sagt Paul Mangen, der den Ärger nachvollziehen kann. 1.200 Baustellen koordiniere seine Behörde im Land pro Jahr, sagt der Divisionschef für den Betrieb der Autobahnen, „da bleibt nicht viel Spielraum“. Man reduziere schon die Arbeitszeiten der beteiligten Firmen, so weit es gehe.

Dieses Wochenende war demnach das letztmögliche, um Anschlüsse für den Ausbau der Saarautobahn bei Hellingen zu verlegen, damit die Lücke endlich irgendwann geschlossen werden kann. „Diese Arbeiten können nicht bei fließendem Verkehr gemacht werden“, sagt Mangen. Die aktuelle Sperrung der Spur im Tunnel Markusbierg ist laut Mangen eine „rein verkehrstechnische Lösung“ aus Sicherheitsgründen: Da hinter der Röhre der Belag auf rund 60.000 Quadratmetern erneuert wird, musste der Verkehrsfluss geregelt werden, um Unfälle zu vermeiden. „Wir können nicht mitten im Tunnel eine Spur sperren“, sagt Mangen, „das ist viel zu gefährlich“. Gleich dahinter sind die Pkw-Fahrer normalerweise im Beschleunigungsmodus, was nun verhindert wird. 1,5 Millionen rund kostet die Erneuerung des Belags zwischen Schengen und Frisingen, der aus dem Jahr 2002 stammt und damit seine Lebenszeit abgedient hat. „Je nach Verkehrsaufkommen und Art des Asphalts beträgt die Lebensdauer eines Belags zehn Jahre“, bestätigt Mangen, der gleich weiteres Ungemach ankündigt. „Bald werden die Tunnel turnusmäßig gewartet“, sagt er und weiß, was das heißt.

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