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Asselborn zeigt Verständnis

Asselborn zeigt Verständnis
(AFP/John Thys)

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Außenminister Jean Asselborn, zeigte Verständnis für die Entscheidung Deutschlands, Kontrollen an der Grenze zu Österreich einzuführen.

Außenminister Jean Asselborn, zeigte Verständnis für die Entscheidung Deutschlands, Kontrollen an der Grenze zu Österreich einzuführen. «Es ist schwer, Deutschland zu kritisieren jetzt. Das werde ich auch nicht tun», sagte er am Montag im Deutschlandfunk.

«Wir müssen alle zusammen aufpassen, dass jetzt kein Domino-Effekt entsteht und dass Schengen wirklich kollabiert», warnte Asselborn. Er forderte von der Sitzung der zuständigen EU-Minister am Montag konkrete Beschlüsse und ein solidarisches Vorgehen. «Wenn wir die Solidarität infrage stellen, stellen wir die Essenz der Europäischen Union infrage», warnte er.

«Müssen wissen wer da an die Tür klopft»

Die EU müsse ein «ganzes Paket» auf den Weg bringen, einschließlich der kurzfristigen Verteilung von schon in der EU weilenden Immigranten. «Kein Land hat das Recht, sich auszuklinken», unterstrich er. Die Aufnahme von Asylbewerbern dürfe nicht mit Hinweis auf Hautfarbe oder Religion der Zuwanderer verweigert werden. Auch ein großes finanzielles Programm sei nötig. Er forderte aber auch: «Wir müssen wissen, wer an unsere Tür klopft und Asyl sucht.» Das funktioniere recht gut in Italien, aber nicht in Griechenland.

Wegen des Flüchtlingsandrangs wird an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich wieder kontrolliert. Die Polizei baute am Sonntagabend Straßensperren auf und begann mit Personenkontrollen. Flüchtlinge wurden gestoppt und Schleuser festgenommen.

«Das machen wir jetzt mal eine Weile»

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière machte deutlich, dass die Kontrollen bis auf Weiteres aufrecht erhalten würden. De Maizière hatte die Wiedereinführung der Grenzkontrollen wegen der Einreise zehntausender Flüchtlinge am Sonntag in Berlin bekannt gegeben, um «den Zustrom nach Deutschland zu begrenzen».

De Maizière ließ offen, wie lange die Kontrollen andauern sollten. «Das machen wir jetzt mal eine Weile», sagte er in der ARD. Die «Dinge» seien zuvor «aus dem Ruder» gelaufen. Auch der Zugverkehr von Österreich nach Deutschland wurde zeitweise ausgesetzt, er sollte am Montagmorgen gegen 07.00 Uhr wieder aufgenommen werden. In München waren allein am Samstag mehr als 13.000 Flüchtlinge angekommen.

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