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«Das ist enttäuschend»

«Das ist enttäuschend»
(Jens B?ttner)

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Die Luxemburger Landwirte sollen 700.000 Euro EU-Hilfe bekommen. Das ist "enttäuschend und nicht gerade viel", heißt es von den Luxemburger Milchbauern (LDB)

Luxemburg wird aus dem EU-Hilfe-Topf 700.000 Euro für Bauern bekommen, die unter dem Preisverfall für ihre Waren leiden. Deutschland soll 69,2 Millionen Euro und damit den Löwenanteil bekommen. Frankreich bekommt 62,9 Millionen Euro, danach folgt mit Abstand Großbritannien mit 36,1 Millionen Euro, wie EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Dort hatten sich die europäischen Agrarminister zu einem turnusmäßigen Treffen zusammengefunden.

Das ist enttäuschend und nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass wir in Luxemburg allein 700 Milchbauern haben, heißt es in einer ersten Reaktion von Guy Diderich. Er sitzt im Vorstand der «Lëtzebuerger Mëllechbaueren» LDB. «Aber, diese Entscheidung haben wir erwartet,» so der Landwirt. Wie das Geld jetzt in Luxemburg aufgeteilt werden soll, ist noch unklar.

«Maximale Flexibilität»

Laut EU-Kommission können die nationalen Regierungen das Geld flexibel unter den betroffenen Gruppen in ihrem Land verteilen, also zum Beispiel mehr oder weniger Geld an Milchbauern oder Schweinezüchter geben. Sie dürfen mit den Mitteln aber nur Betriebe aus dem Milchsektor, der Schweinefleisch-Branche oder von Dürre betroffene Landwirte unterstützen.

Vor dem Hintergrund wütender Proteste von Landwirten hatte die EU-Kommission vergangene Woche ein Hilfspaket im Volumen von einer halben Milliarde Euro geschnürt. Der größte Teil, nämlich 420 Millionen Euro, soll direkt auf die Mitgliedstaaten verteilt werden. Dabei werden neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien auch die übrigen 25 Staaten, darunter Luxemburg, bedacht. Agrarkommissar Hogan sagte am Dienstag er gewähre den Mitgliedstaaten «maximale Flexibilität».

Die EU-Agrarminister diskutierten über Details der Pläne, die noch grünes Licht der EU-Staaten benötigen. Dies gilt nach Angaben aus EU-Kreisen als Routine und soll innerhalb der nächsten Wochen erteilt werden. Die Zusammenkunft wurde von Hundert protestierenden Bauern aus Belgien mit etwa 50 Traktoren begleitet.

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