Der Busfahrer hatte kein Alkohol im Blut, heißt es von der Justiz. Derzeit wird der Bus auf technische Mängel untersucht. Mehr will man dazu auch nicht sagen. In Clerf zerbricht sich derzeit die Bevölkerung den Kopf über den Unfall. Es wird viel spekuliert. Bei der Unfallursache ist man sich aber einig: Die Unfallort über die Brücke gilt in der Gemeinde als «schmierige Strecke».
Am Dienstagmorgen war das Fahrzeug auf der Brücke der route d’Urspelt durch das Geländer gebrochen und in die Tiefe gestürzt. Der Bus landete auf dem Dach, die acht Insassen wurden durch den Aufprall zum Teil schwer verletzt. Der Busfahrer war mit den sieben Insassen auf dem Weg zu einer Einrichtung der A.P.E.M.H. («Association des Parents d’Enfants Mentalement Handicapés).
Spekulationen
Was sich in den Sekunden vor dem Unfall abspielte versuchen derzeit die Ermittler herauszufinden. Für die Bevölkerung in Clerf steht die Ursache aber schon fest: Die Straße hat einen schmierigen Belag, heißt es vor Ort immer wieder. Noch vor einer Woche wurde der Straßenbelag auf der Brücke erneuert.
Die Landwirte nutzen die route d’Urspelt um auf ihre Felder zu gelangen. «Da bleiben schon mal dicke Erdbrocken auf der Straße liegen,» heißt es von einem Anwohner. Auch mehrere Bauunternehmer aus der Region würden die wichtige Verbindungsstrecke über Urspelt nach Fischbach auf die N7 nutzen, heißt es. Matsch, Sand und Regen sorgen für einen schmierigen Film. Am Dienstagmorgen hat es in Clerf stark geregnet.
Abgrund
Eine Anwohnerin spekuliert, der Bus kam die Straße runter, bog auf die Brücke und rutschte auf dem schmierigen Belag mit dem Heck weg. Was anschließend geschah, ist bereits vor Ort im Detail dokumentiert worden. Der Bus rutschte über dem hohen Bürgersteig auf der Brücke, durchbrach das dicke Metallgeländer und rutschte in den Abgrund.
Was schlussendlich die Unfallursache ist, müssen die Ermittlungen in den kommenden Tagen zeigen.
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