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«Effizient und motiviert» soll sie sein

«Effizient und motiviert» soll sie sein
(Faussems)

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Bei der Patronatsfeier der Polizei am Mittwoch beruhigten der Poizeidirektor und die Staatssekretärin das Personal. Bei der Polizeireform sei noch nichts definitiv entschieden.

Philippe Schrantz betonte eingangs seiner Rede im hauptstädischen Theater bei der Patronatsfeier der Polizei, dass am Tag des Erzengels Michel, dem Schutzpatron der Polizei, das Zugehörigkeitsgefühl im Vordergrund stehe.

Danach machte er eine kurze Zwischenbilanz der Ordnungskräfte im Land. In den sieben ersten Monaten dieses Jahres sei keine «negative Entwicklung» festgestellt worden, so der Generaldirektor. Die Anzahl der Delikte sei sogar leicht zurück gegangen im Vergleich zum selben Zeitraum 2014. Die Diebstähle beschäftigen noch immer am meisten die Orgnungshüter, vor dem Vandalismus, Drogendelikten und Gewalttaten.

«Nichts ist definitiv»

Auch die anstehende Polizeireform war ein Thema in der Rede des Direktors. Es sei viel spekuliert worden, so Schrantz. Es sei aber nichts in Stein gemeißelt. Es gebe bei den Änderungen aber klare Ziele: Die Polizei soll rund um die Uhr und überall im Dienst der Bürger stehen können und sie soll in die Gesellschaft integriert werden.

Staatssekretärin Fançine Closener bestätigte in ihrer Rede, dass noch keine entgültigen Entscheidungen getroffen wurden. Die Reform sei in der Vorbereitungsphase. Es sei der Wunsch der Regierung eine effiziente und motivierte Polizei aufzubauen. Sie erinnerte daran, dass sechs Arbeitsgruppen gebildet wurden, welche die verschiedenen Aspekte der Reform analysieren sollen. Der Unmut in der Gewerkschaft wurde von Closener nicht angesprochen. Sie lud lediglich die Gewerkschaften und alle Polizisten ein, sich an den Arbeiten zu beteiligen. Jeder Vorschlag sei willkommen, so die Staatssekretärin. Die Reform baut auf einem 423 Seiten starken Audit über die Polizei in Luxemburg auf. Unter anderem die Polizeigewerkschaft (Link) kritisiert aber das Dokument. Sie sei nicht ausreichend in die Ausarbeitung der Analyse eingebunden worden.

Neu bei der Reform ist u.a. die Einteilung der Karrieren. Es gebe nun fünf Klassen, so Closener. Absolventen von Master-Studien werden in der Kategorie A1 eingestuft, Bachelor-Absolventen in der Klasse A2. Personen, die einen Sekundarschulabschluss in der Tasche haben werden in der Klasse B1 eingestuft. Die C-Karriere ist den Inspektoren vorbehalten. Brigardiers (Wachtmeister) schließlich können eine D-Karriere durchlaufen.

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