374 Menschen haben im September einen Asylantrag in Luxemburg gestellt. Im August lag die Zahl der Flüchtlinge auf lediglich 188, schreibt die zuständige Abteilung für Immigration des Außenministeriums am Freitag in einer Mitteilung. Seit Jahresbeginn haben sich 1212 Menschen um einen Flüchtlingsstatus bemüht. Im selben Zeitraum 2014 haben 766 Menschen einen Asylantrag gestellt.
Die meisten Bewerber im September kommen jedoch nicht mehr aus den Balkan-Staaten, sondern aus Syrien (156), vor dem Irak (101), dem Kosovo (29), Albanien (13), Afghanistan (12), Bosnien-Herzegowina (11) und dem Iran (10). Aus Nigeria reichten sieben Personen einen Asylantrag ein. Seit Anfang des Jahres gingen insgesamt 271 Anträge aus Syrien beim Außenministerium ein, vor dem Kosovo (213), dem Irak (131) und Albanien (109).
Ausweisungen
Seit Jahresbeginn haben die zuständigen Behörden in 953 Fällen eine Entscheidung gefällt, 116 Mal wurde der Status des Flüchtlings in Luxemburg anerkannt. 27 Personen erhielten einen speziellen Schutzstatus. 399 Asylanfragen wurden abgelehnt. 27 Personen kehrten im September freiwillig in ihr Heimatland zurück, niemand musste dazu gezwungen werden. Seit Anfang 2015 mussten insgesamt 449 Menschen das Land verlassen. 62 wurden ausgewiesen.
Im September wurden 12 Asylbewerber in Anwendung der Dubliner Konvention in das EU-Land zurückgeschickt, über dessen Grenzen sie in die Europäische Union eingereist sind: Zwei nach Italien, jeweils drei nach Belgien und nach Deutschland und vier nach Ungarn. Seit Anfang des Jahres wurden 104 Asylanten in ein anderes EU-Land ausgewiesen. Auf der anderen Seite kam im September eine Person nach Luxemburg. Seit Anfang 2015 sind es 36.
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