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«Gemeinsam den Terror bekämpfen»

«Gemeinsam den Terror bekämpfen»
(Charles Caratini)

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Premier Xavier Bettel hat Russlands Präsident Wladimir Putin Europas Unterstützung im Kampf gegen den Terror zugesichert. Die Beziehungen hätten aber „bessere Momente gekannt“.

„Es existieren heute viele internationale Konflikte. Wir müssen gerade in Syrien eine gemeinsame Position haben“, betonte Premier Xavier Bettel am Dienstag bei einem Treffen mit Wladimir Putin. Allerdings sei folgendes positiv: „Ich habe vergangene Woche bei der UNO Ihnen und anderen Staatschefs zugehört. Wir haben das gleiche Ziel: gemeinsam den Terror bekämpfen.“

Bettel meinte abschließend, dass die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland bessere Zeiten gekannt hätten. Er habe jedoch zuletzt diverse Rückmeldungen erhalten, die ihm Hoffnung geben würden. Präsident Wladimir Putin hieß seinerseits Bettel in Russland willkommen. Er betonte die Wichtigkeit der luxemburgischen Investitionen in Russland und umgekehrt. Allerdings seien die russischen Investitionen in Luxemburg nicht gleichermaßen ausgeprägt. Das bilaterale Wirtschaftsvolumen beider Länder betrage zurzeit 40 Milliarden Dollar. Zurzeit sehe man jedoch einen Rückgang der wirtschaftlichen Beziehungen. Er spielte damit auf die internationalen Sanktionen gegen Russland an.

Russlands Rolle in Syrien

Moskau steht zurzeit vor allem wegen seiner Rolle in Syrien im Fokus. Am Dienstag wurde bekannt, dass russische Kampfjets am Wochenende zweimal in den türkischen Luftraum unerlaubt eingedrungen sein sollen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Verletzung des türkischen Luftraums durch Russland als inakzeptabel bezeichnet. Stoltenberg vermutet zudem, dass dies absichtlich passiert sei. Moskau verwies seinerseits auf „schlechte Wetterverhältnisse in der Region“. Ein russischer Sprecher wies daraufhin, dass das Eindringen nur wenige Sekunden gedauert habe.

Die Türkei steht als Nato-Mitglied wegen ihrer Rolle im Syrien-Konflikt besonders im Vordergrund. Russlands Armee fliegt seit vergangener Woche Luftangriffe in Syrien, um Präsident Baschar al-Assads Regime zu stützen. Am Dienstag bombardierten russische Kampfjets zum ersten Mal Stellungen in Palmyra. Die historische Stadt stand zuletzt durch die vom „Islamischen Staat“ (IS) verursachten Verwüstungen im Vordergrund. Moskau betont, dass die Angriffe in „Koordination mit der syrischen Luftwaffe» erfolgt seien. Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, bei den Angriffen seien zwölf IS-Extremisten und ein Munitionslager zerstört worden. Russlands Kampfjets sollen auch Stellungen in der IS-Hochburg Al-Rakka nahe Aleppo bombardiert haben. Kritiker bemängeln, dass die russischen Angriffe nicht nur Ziele des IS, sondern auch Rebellen und oppositionelle Gruppen in Syrien treffen.

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