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Für individuelle Pflegerechte und Qualität

Für individuelle Pflegerechte und Qualität
(dpa-Symbolfoto)

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Der Dachverband der Pflegeanbieter COPAS, hat sein Gutachten zur geplanten Pflegereform vorgestellt. Wichtigste Anliegen: Erhalt der Qualität und Festhalten am Individualrecht auf Leistungen.

Oberstes Prinzip bei allen Überlegungen, so Copas-Präsident Marc Fischbach am Montag, müsse der Erhalt der Qualität sein. Den Vorschlag des Ministers, ein Modell einzuführen, das die Pflegebedürftigen in 15 verschiedene Bedarfsstufen einteilt, lehnt die Copas ab.

Diesem Modell zufolge würde dann jeder in einer bestimmten Klasse einen bestimmten Pauschalbetrag für seinen Pflegebedarf erhalten. Eine solche Klassifizierung, die auf der Grundlage der durchschnittlichen gezahlten nationalen Leistung im ambulanten und im stationären Bereich beruhe, würde den wirklichen individuellen Bedürfnissen nicht mehr Rechnung tragen.

Qualität

Eine Pauschale könne nur akzeptiert werden neben den festzulegenden Pflegeakten auch der Faktor «Zeit» eine Komponente bei der Berechnung darstelle und eine Kontrollmöglichkeit eingeführt würde. Die Copas schlägt eine Fusion der beiden Kommissionen «Normen» und «Qualität» vor. Diese könnten dann Standards und Qualitätsindikatoren festlegen, die für den ganzen Sektor gelten würden.

Solche Standardnormen sollten auch festlegen, welche Qualifikationen in den einzelnen Gruppen des Betreuungspersonals gegeben sein müssen. Unter den Copas-Vorschlägen wie gespart werden könnte, werden eine rationellere Nutzung der technischen Hilfsmittel und eine Einkaufszentrale für Medikamente angegeben.

Dass die Reform dringend angebracht ist, zeigen auch die Zahlen. So wird das Defizit beim Anbieter «Hellef Doheem» Ende des Jahres bei über 5 Millionen liegen, beim Anbieter «Help» werde es substanziell sein.

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