«Wir müssen uns nicht beeilen, wir brauchen ein erfolgreiches Ergebnis», sagte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch. Wenn es gelinge, die Rakete vor dem Tag der Kosmonauten am 12. April ins All zu schießen, dann wäre das «gut», sagte er an die Adresse des für die Raumfahrt zuständigen Vize-Regierungschefs Dmitri Rogosin.
Bislang war der erste Raketenstart für Ende des Jahres geplant. Der ursprünglich für 2018 vorgesehene Start eines bemannten Fluges in Wostotschny war schon vorher auf 2025 verschoben worden. Die Verzögerungen sind offenbar auch dem drastischen Sparzwang bei der russischen Raumfahrt geschuldet.
Größte Baustelle Russlands
Roskosmos-Chef Igor Komarow hatte im April eine Kürzung des Budgets bis 2025 um 800 Milliarden Rubel (9,7 Milliarden Euro) angekündigt. Wostotschny gilt als größte Baustelle Russlands. Der Weltraumbahnhof soll Moskau die teure Miete für das Kosmodrom im kasachischen Baikonur ersparen.
Von dort starten die Sojus-Kapseln derzeit zur Internationalen Raumstation ISS. Der Bau von Wostotschny wird allerdings von massiven Korruptionsvorwürfen belastet, dutzende Verfahren sind anhängig. Putin forderte die Justiz am Mittwoch auf, alle kriminellen Machenschaften aufzuklären und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
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