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Nato-Land Slowakei begrüßt russische Angriffe

Nato-Land Slowakei begrüßt russische Angriffe
(Manu Brabo)

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Der Ministerpräsident des Nato-Mitgliedslandes Slowakei, Robert Fico, lehnt das russische Eingreifen in den Syrien-Konflikt nicht grundsätzlich ab.


Russische Kampfhubschrauber im Einsatz über Syrien

«Ob nun ein amerikanischer Angriff auf Ziele des Islamischen Staates oder ein russischer Angriff erfolgreich ist, in beiden Fällen gilt das gleiche», sagte der Linkspolitiker am Samstag im slowakischen Rundfunk. Er habe keine ideologischen Scheuklappen.

Nach Ansicht Ficos ist zur Lösung des Konflikts in dem Land zudem eine Einbeziehung des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad nötig.

Geländegewinne

Russland gilt als eine Schutzmacht des Regimes. Die russischen Bombardements sind im Westen umstritten. Dem Kreml zufolge sollen die Angriffe den IS bekämpfen. Die USA, andere westliche Staaten und syrische Aktivsten werfen Moskau jedoch vor, dass die meisten Einsätze Rebellen treffen, die mit dem IS verfeindet sind.

Die syrische Armee hat nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bei ihrer Offensive nahe der Stadt Aleppo am Samstag weitere Geländegewinne gemacht. Der Angriff auf Rebellen und Islamisten in dem Gebiet hatte am Vortag begonnen.

Kämpfe

Es ist eine von mehreren Angriffswellen, die die syrische Armee gestartet hat, seit sie von der russischen Luftwaffe unterstützt wird. Bei Aleppo konzentrierten sich die Armee und ihre Verbündeten auf das Umfeld der ehemaligen Wirtschaftsmetropole. Kämpfe in der zwischen Regierungstruppen und Rebellen geteilten Stadt würden derzeit noch vermieden, erklärte die Beobachtungsstelle.

Drei Dörfer südlich der Stadt wurden nach diesen Angaben von der Armee zurückerobert. Im Osten versuche sie, die Belagerung des Luftwaffenstützpunktes Kweires durch den IS und Rebellen zu durchbrechen. Weitere Kämpfe gibt es um die nördlichen Provinzen Hama, Idlib und Latakia als auch um die von Rebellen kontrollierten Gebiete bei Homs und Damaskus sowie um die südliche Provinz Deraa an der Grenze zu Jordanien.

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte am Samstag, russische Kampfjets hätten in den vorangegangenen 24 Stunden 36 Angriffe in Syrien geflogen. Dabei seien 49 IS-Ziele getroffen worden. Nach den Worten von Ministerpräsident Dmitri Medwedew geht es Russland bei dem Militäreinsatz nicht darum, Syriens Präsident Baschar al-Assad im Amt zu halten. Ziel sei die Niederschlagung der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS), sagte er in einem Fernsehinterview. Das syrische Volk bestimme, wer das Land regiere. Das müsse nicht Assad sein. Syrien sollte aber nicht vom IS regiert werden.

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