Bei einem Luftangriff auf vermeintliche Stellungen von Huthi-Rebellen im Süden des Jemens hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz unbeabsichtigt mehrere regierungstreue Kämpfer getötet. Rettungskräfte und Augenzeugen berichteten von mindestens 30 Toten und etwa 40 Verletzten.
Abedrabbo al-Mehwali, Kommandeur der Kräfte in der betroffen Gegend, sprach hingegen von acht Todesopfern und 25 Verletzten. Der Angriff galt den Angaben zufolge der Region Wasija zwischen den Provinzen Taes und Lahdsch, wo seit September gekämpft wird. Die arabische Militärallianz geht seit März gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten im Jemen vor.
UNO vermittelt
Sie Rebellen brachten zusammen mit Armeeeinheiten, die den früheren Staatschef Ali Abdullah Saleh unterstützen, im Januar die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle, bevor sie weiter nach Süden vorrückten. Als die Kämpfer sich der Hafenstadt Aden näherten, floh Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi nach Saudi-Arabien.
Die Militärkoalition will Hadi wieder an die Macht bringen. Im September kehrte der Präsident nach Aden zurück. In dem Konflikt wurden nach Angaben der Vereinten Nationen bereits etwa 4500 Menschen getötet. Nach Angaben von Hadis Regierung lud die UNO inzwischen zu neuen Friedensgesprächen ein.
Es gebe bislang aber «keine Einigung auf einen Ort oder ein bestimmtes Datum», sagte Regierungssprecher Radschi Badi am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Bisherige Bemühungen zur Lösung des Konflikts waren ergebnislos geblieben
Zu Demaart
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