Brisante Aufnahmen hat das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht. In einem Video sieht man ein Mig-Kampfflugzeug neben einer US-Kampfdrohne des Typs MQ-9 Reaper über Syrien fliegen. Der russische Pilot flog nah an die Drohne ran, bis man den Propeller der US-Maschine sah.
«Das ist nichs ungewöhnliches. Die russische Maschine hatte sich über einen Abfangkurs der Maschine genähert. Das ist Routine,» sagte der Flugzeugexperte Stephen Ganyard gegenüber dem US-Nachrichtensender ABC. Das US-Verteidigunsministerium äußerte sich nicht zu dem Treffen über den Wolken.
Übereinkunft mit Moskau
Am Dienstag haben die USA und Russland ein Abkommen zur Koordinierung ihrer Luftangriffe in Syrien unterzeichnet. Ziel sei es, gefährliche Zwischenfälle im syrischen Luftraum zu verhindern, teilte Pentagonsprecher Peter Cook am Dienstag mit. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Moskau bestätigte die Übereinkunft.
Russland hatte am 30. September einen eigenen Militäreinsatz in Syrien begonnen, der sich nach Angaben aus Moskau in erster Linie gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und andere extremistische Gruppen richtet. Aus Washington kommt jedoch der Vorwurf, die Luftangriffe Moskaus gälten vor allem den Rebellengruppen, die gegen die syrische Führung kämpften. Die USA und ihre Verbündeten fliegen bereits seit dem vergangenen Jahr Luftangriffe gegen den IS in Syrien.
Wortlaut bleibt geheim
Zuletzt hatte das Pentagon jedoch einige Vorfälle gemeldet, bei denen russische Maschinen amerikanischen Kampfjets über dem Luftraum des Bürgerkriegsland zu nahe gekommen seien. Vor diesem Hintergrund trafen beide Länder nach mehr als einwöchigen Gesprächen eine Vereinbarung, um das Risiko von Kollisionen zu vermeiden.
Für die US-Seite habe General Lloyd Austin vom US-Zentralkommando das Abkommen unterschrieben, sagte Pentagonsprecher Cook in Washington. Auf Wunsch Russlands bleibe der genaue Wortlaut des Dokuments jedoch geheim. Zu den vereinbarten Punkten gehöre die «Aufrechterhaltung einer professionellen Flugzeugführung» sowie der Einsatz bestimmter Kommunikationsfrequenzen. Zudem habe man sich darauf geeinigt, einen «Sicherheitsabstand» zwischen Luftfahrtzeugen einzuhalten.
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