Alle warten in Luxemburg gespannt auf die Rückkehr des Wolfes. Fundierte und angebliche Sichtungen in der Großregion haben die Debatte um das Raubtier angeheizt. Die Naturverwaltung arbeitet an einem Wolfsmanagementplan und bis zum 27. Oktober (Link) laufen unter der Überschrift «Die Rückkehr des Wolfs: Glückslos oder Katastrophe ?» Konferenzen zum Thema Wolf.
Die Regierung hat am Freitag einen entscheidenden Schritt zum Schutz des Wolfes vollzogen und ihn unter Naturschutz gestellt. Dafür wird ein großherzogliches Reglement aus dem Jahr 2009 überarbeitet.
Wolf schützen
Mit der neuen Regel erfüllt Luxemburg auch die EU-Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Darin wird ein Land dazu verpflichtet, dem Wolf Schutz zu gewähren und das Überleben des Rudeltieres dauerhaft zu sichern.
Im angrenzenden Rheinland-Pfalz und in den französischen Vogesen ist der Wolf bereits nachgewiesen worden. Das Saarland gilt als sogenanntes Wolfserwartungsland. Dort sorgten Meldungen über gerissene Schafe durch einen Wolf für Aufregung. Die Analyse der DNA-Spuren (Link) hatte aber ergeben, dass die Tiere von einem gewöhnlichen Hund getötet wurden.
Der letzte Wolf wurde im April 1893 im Olinger Wald gesichtet. Dort starb er auch durch die Kugel eines Jägers.
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