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«Es war wie ein Blitzschlag»

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Jean-Claude Leonardet überlebte die Kollision zwischen einem Bus und einem Lastwagen. Selbstlos rannte der Rentner in den Bus zurück und rettete zwei weiteren Passagieren das Leben.

Es war der schlimmste Verkehrsunfall Frankreichs der letzten 30 Jahre. Ein Reisebus, vollbesetzt mit Senioren eines Freizeitclubs, prallt in einen Lastwagen. Der Bus fängt Feuer. 41 Buspassagiere sowie der Lastwagen-Fahrer und sein dreijähriges Kind kommen ums Leben. Der Busfahrer überlebte den Aufprall leicht verletzt und konnte den Türöffnungsmechanismus betätigen, acht Menschen konnten sich so retten.

Einer von ihnen ist der 73-jährige Jean-Claude Leonardet. Sie seien erst 15 Minuten unterwegs gewesen. Der Bus sei in einem gemütlichen Tempo gefahren. Dann sei alles sehr schnell gegangen. «Es war wie ein Blitzeinschlag. Der Bus begann sofort zu brennen», sagt Leonardet in einem Interview mit der französischen Zeitung «Le Parisien». Er und seine Frau Josette hätten sich aus dem brennenden Fahrzeug retten können. «Wären die Türen des Busses nicht offen gewesen, dann wären wir alle gestorben», so Leonardet weiter.

Trauer um Freunde

Zusammen mit einem Autofahrer sei er nochmals zurück in den Bus und hätte zwei Menschen herausgezogen. «Sie waren bei der Treppe eingeklemmt und konnten nicht heraus. Wir haben sie befreit. Ich weiss nicht wie, aber ich fühlte mich plötzlich zehnmal stärker». Danach hätten sie aber nicht mehr zurückgehen können, zu stark seien Feuer und Rauch gewesen. Leonardet zog sich nur leichte Verletzungen zu, seine Frau ist mit Verbrennungen zweiten Grades ins Spital von Bordeaux geflogen worden.

Der Rentner trauert um seine Freunde. Seit über zehn Jahren sei er Mitglied im Freizeitclub für ältere Menschen gewesen. «Wir spielten Karten, organisierten gemeinsame Essen oder spielten Bingo. Diese Tragödie ist wirklich schwer zu verkraften», sagt Leonardet.

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