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Juncker erhöht Druck auf Balkanländer

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Vor dem EU-Sondergipfel am Sonntag in Brüssel hat Jean-Claude Juncker den Druck auf die Balkanstaaten erhöht, um deren "Politik des Durchleitens" zu beenden.

«Die Staaten entlang der West-Balkan-Route müssen geordnete Verfahren und Verhältnisse gewährleisten», sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker der «Bild am Sonntag». Die EU-Kommission erwarte, «dass sich alle an die geltenden Spielregeln halten, wenn wir Schengen nicht infragestellen wollen».

Juncker kündigte zudem an, die EU-Außengrenzen besser sichern zu wollen. «Es geht jetzt darum, den Migrationsstrom zu verlangsamen und unsere Außengrenzen unter Kontrolle zu bringen», sagte der EU-Kommissionspräsident . «Wir müssen auch klarmachen, dass Menschen, die an unseren Grenzen ankommen, aber nicht internationalen Schutz suchen, kein Recht auf Zugang in die EU haben.»

Finanzielle Versprechen einhalten

Juncker forderte die Mitgliedstaaten auf, ihre finanziellen Versprechen einzuhalten: «Es fehlen immer noch an die 2,3 Milliarden Euro aus den nationalen Haushalten.» Der Appell an die Mitgliedstaaten, massiv Gelder für die Bekämpfung von Fluchtursachen bereit zu stellen, fruchtet bisher kaum.

Die Kommission geht davon aus, dass die EU-Länder einen von ihr zugesagten Betrag von 2,8 Milliarden Euro verdoppeln. Er verteilt sich auf drei Bereiche: einen Treuhandfonds für Syrien, einen weiteren für Afrika sowie Gelder zur Unterstützung des UN-Flüchtlingshilfswerks und des Welternährungsprogramms.

«Jeder Tag zählt»

Der Kommissionspräsident warnte vor einer dramatischen Zuspitzung der Lage in der Flüchtlingskrise, sollten die Bemühungen scheitern. «Jeder Tag zählt. Sonst sehen wir bald Familien in kalten Flüssen auf dem Balkan elendlich zugrundegehen», sagte Juncker der Zeitung.

Angesichts der Flüchtlingskrise entlang der Balkanroute kommen am Sonntagnachmittag die Staats- und Regierungschefs der betroffenen Länder zu einem Sondergipfel in Brüssel zusammen. An dem Treffen nehmen neben zehn EU-Staaten auch Serbien, Albanien und Mazedonien teil. Ziel ist es, das Vorgehen abzustimmen und mögliche Sofortmaßnahmen zu beschließen.

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