Dienstag27. Januar 2026

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Befreiung mit Helmkamera gefilmt

Befreiung mit Helmkamera gefilmt
(Screenshot/youtube)

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Sie standen kurz vor der Exekution, als 70 Männer durch einem US-geführten Kommando die Flucht gelang. Eine Helmkamera hielt die Aktion im Nordirak fest.

Kurdische Verbände und US-Spezialeinheiten haben im Nordirak ein Gefangenenlager der Terrorgruppe Staat (IS) gestürmt und rund 70 Geiseln befreit. Bei der Kommandoaktion vor einer Woche wurden nach Angaben des Pentagon mehrere IS-Kämpfer getötet und sechs Jihadisten festgenommen. Auch ein US-Soldat kam den Angaben zufolge ums Leben.

Die Leitung der Geiselbefreiung nahe der Stadt Hawidscha lag bei den kurdischen Peschmerga. «Diese Operation war wohlüberlegt geplant und wurde ausgeführt, nachdem Informationen eingegangen waren, dass den Geiseln eine Massenhinrichtung droht», erklärte das Pentagon.

Nun wurde ein Video der Befreiungsaktion veröffentlicht – aufgenommen mit einer Helmkamera.

Geheimdiensterkenntnisse gesammelt

Das US-Militär habe die kurdischen Kämpfer mit Hubschraubern zu dem Gefangenenlager geflogen, ein US-Elitekommando habe den Einsatz unterstützt. Unter den rund 70 befreiten Geiseln seien mehr als 20 Mitglieder der irakischen Sicherheitskräfte. Ausserdem seien wichtige Geheimdiensterkenntnisse über den IS gesammelt worden.

Ein US-Elitesoldat wurde den Angaben zufolge bei Gefechten verwundet und erlag später seinen Verletzungen. Auch vier kurdische Kämpfer seien verletzt worden. Laut «New York Times» handelt es sich um das erste US-Militärmitglied seit dem Abzug von 2011, das bei Gefechten im Irak getötet wurde. Die USA haben mittlerweile aber wieder 3500 Soldaten im Kampf gegen die IS-Miliz in den Irak entsandt, die vor allem die einheimischen Kräfte ausbilden und unterstützen sollen.

20 Jihadisten getötet, 6 festgenommen

Der Leiter des zuständigen US-Militärkommandos Centcom, General Lloyd Austin, sprach von einem «komplexen und hoch erfolgreichen» Einsatz. «Wir loben und beglückwünschen die tapferen Personen, die an dieser erfolgreichen Operation teilgenommen haben», erklärte er.

Aus dem Büro des kurdischen Geheimdienstchefs Masrur Barsani hieß es, die Kommandoaktion habe am frühen Donnerstagmorgen um 2 Uhr begonnen und rund zwei Stunden gedauert. Demnach wurden 69 Geiseln gerettet, sechs IS-Kämpfer festgenommen und mehr als 20 Jihadisten getötet.

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