In Luxemburg sind zwei Drittel der Bevölkerung der Aufnahme von Flüchtlingen positiv gesinnt. Dies geht aus einer neuen TNS-Ilres-Studie hervor, die am Dienstag vorgestellt wurde. «Wir sind positiv überrascht über das Resultat», so Familienministerin Corinne Cahen am Dienstag. Dennoch solle man sich nicht auf den Lorbeeren dieses Resultates ausruhen. Die Stimmung könne umschlagen.
An der Umfrage nahmen 819 Personen aus Luxemburg ab 16 Jahren aufwärts teil. Die Fragen wurden zwischen dem 7. und 13. Oktober 2015 gestellt.
Migranten besser integrieren
Bis zum Jahr 2050 werden nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) weltweit 6,4 Milliarden Menschen in Städten leben – 2,5 Milliarden mehr als heute. Regierungen und Behörden müssten deshalb die Zuwanderung in urbane Zentren bei ihren Entwicklungsplänen viel stärker berücksichtigen und Migranten besser integrieren, fordert die IOM in ihrem am Dienstag veröffentlichten «Weltmigrationsbericht 2015».
Bereits heute leben laut IOM 54 Prozent der Weltbevölkerung in Städten, und immer mehr Stadtbewohner sind Migranten. Derzeit würden 232 Millionen Menschen außerhalb ihrer Geburtsländer leben. 740 Millionen seien Migranten innerhalb ihrer Heimatstaaten. Der größte Teil des Wachstums der globalen Stadtbevölkerung wird sich den Prognosen zufolge in Ballungszentren von Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen in Asien und Afrika vollziehen.
Der UN-Sonderermittler für die Rechte von Migranten, François Crépeau, hatte vergangenen Freitag gesagt, zwei Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sollten im Laufe der nächsten fünf Jahre in Europa angesiedelt werden. Das wären für die 28 EU-Mitgliedsstaaten jährlich 400.000.
Lesen Sie auch:
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können